Fluglärmkommission kämpft weiter gegen Lärm
KN
Main-Kinzig
Die Senkung der Flughöhen über dem Main-Kinzig-Kreis ist aus Sicht des Ersten Kreisbeigeordneten Dr. André Kavai (SPD) eine bis heute nicht nachvollziehbare Entscheidung der Deutschen Flugsicherung.
Für den Umweltdezernenten kann es daher nur ein erster Schritt sein, dass die Anflugrouten schnellstmöglich um mindestens 300 Meter angehoben werden, heißt es in einer Pressemitteilung. „Der Main-Kinzig-Kreis hat unter anderem in der Fluglärmkommission vom ersten Moment gegen diese vermeidbare Lärmbelastung gekämpft“, sagt Kavai. Es sei daher eine Selbstverständlichkeit, dass sich alle politischen Kräfte mit Nachdruck für die Interessen der Bürger einsetzen.
Die Kreisspitze werde sich allerdings nicht mit der Ankündigung der Deutschen Flugsicherung zufrieden geben, die Maschinen im Sommer etwas höher anfliegen zu lassen. In der Sitzung der Fluglärmkommission am Mittwoch werde der vom Kreis beauftragte Gutachter Michael Morr umsetzbare Lösungen vorstellen, um eine deutliche Entlastung für das Kinzigtal zu bewirken. Dabei wolle sich Kavai für eine breite Unterstützung durch das Gremium einsetzen. „Wir wollen außerdem die Deutsche Flugsicherung mit Fakten überzeugen, diesen sinnvollen Weg mitzugehen“, macht er deutlich.
Dabei wolle der Kreis allerdings nicht zu viel Zeit verstreichen lassen, denn auch die jüngste Veränderung sei innerhalb weniger Wochen über die Bühne gegangen. „Die veränderten Flugverfahren zur neuen Landebahn wurden uns im September 2010 vorgestellt und nur gut drei Monate später von der Bundesaufsicht genehmigt“, erinnert Kavai. Daher habe er kein Verständnis, warum es nun solange dauern sollte.
„Wir erleben zurzeit zahlreiche Sitzungen mit Politikern der hessischen Landesregierung, der Deutschen Flugsicherung, aber für die Menschen ändert sich nichts“, zeigt sich Kavai enttäuscht. Daher sei es verständlich, wenn die Proteste der Betroffenen nicht nachlassen.
Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden








