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7. Juni 2012



Götz ersetzt den bisherigen Forstbeamten Stelting

Von Elisabeth Schmitt

Salmünster
Zum letzten Mal informierte Förster Christian Stelting die Mitglieder der Frostbetriebsvereinigung Salmünster in der Jahreshauptversammlung. Er geht in Kürze in den Ruhestand und wurde vom Vorsitzenden Armin Wolf verabschiedet.

Zur Verabschiedung übermittelte Wolf dem langjährigen Revierleiter gute Wünsche und stellte gleich den Nachfolger Rainer Götz vor. Götz ist 30 Jahre alt, wird seit zweieinhalb Jahren beim Forstamt Schlüchtern als „Springer“ eingesetzt und war häufig mit Stelting in seinem neuen Arbeitsgebiet unterwegs.

Für die Arbeit im Wald böten sich die Holzerntemaschinen an, die diese gefährliche Arbeit erledigen, erläuterte Stelting den Privatwaldbesitzern. Wegen des trockenen Winters sei dieses Jahr mit starkem Borkenkäferbefall zu rechnen.
Stelting berichtete, dass der Holzpreis noch konstant gut sei. Viel Nadelholz werde in einem Werk in Biebergemünd zu Paletten verarbeitet, Buchen würden nach China und Lärchenholz für Holzhäuser in die Schweiz geliefert. Außerdem sei der Brennholzverkauf gut.

Ausgiebig diskutierte die Versammlung über die Radfahrer im Wald. Nach dem geltenden Forstgesetz dürften Radfahrer nur auf breiten und befestigten wegen fahren, erläuterten Stelting und Götz. Doch die Mountainbiker schätzten das Fahren im Gelände und bauten auch abenteuerliche und gefährliche Hindernisse. Er habe Verständnis für die Trendsportart und es müsste möglich sein, bestimmte Waldteile dafür zuzulassen. Er hoffe, dass dies in der Novellierung des Hessischen Forstgesetzes enthalten sei. Den Privatbesitzern riet er, alle illegalen Bauwerke mit Flatterband und Schildern abzusperren um sich auch rechtlich abzusichern. Und wer Mountainbiker in seinem Wald antreffe, solle diese wegschicken.

Ein Mitglied fragte nach den geplanten Windkraftanlagen. Die Stadt Wächtersbach wolle am Münsterberg drei Windräder aufstellen und Bad Soden-Salmünster sich anschließen, erläuterte Stelting. Nächste Woche werde erst ein 140 Meter hoher Probemast aufgestellt. Dort werde ein Jahr lang gemessen und erst dann entschieden, ob Windkraftanlagen gebaut werden. „Ich bedauere, dass es nicht mein Grundstück ist“, meinte ein Mitglied während der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsvereinigung.

Dr. Bernd Wintrich empfahl Grundstückseigentümern an der neuen Gastrasse, darauf zu achten, dass die Wege wieder hergestellt werden. Auch die Waldbesitzer sollten bei Baumaßnahmen auf die Grenzsteine achten.


Leser-Kommentare ( 5 )
  • unbekannt (1) | 11. June 2012;11.06.2012;1339422460 --> 11 Juni 2012
    Bikepark zulassen und Waldteile

    Fulda sollte den Bikeparkbau - bzw die Planung und Umsetzung, auf der Wasserkuppe Tatkräftig unterstützen. Dann würde auch nicht soviel "Wild" gebaut werden. Hier in der Nähe gibt es nichts, rein gar nichts - 200km einfach sind die Regel um in einen Bikepark zu kommen. Komischerweise haben wir hier die meisten Berge...aber leider auch die "Möchtegern" Grünen, die eigentlich von nichts eine Ahnung haben aber überall was dagegen !

  • MTB-Fahrer1 (1) | 11. June 2012;11.06.2012;1339439568 --> 11 Juni 2012
    Einseitige Berichterstattung

    Ich fahre sehr viel mit dem Mountainbike im Wald und nie (!!) querfeldein. Wegen ein paar Uneinsichtigen das Mountainbiken in Hessen im Grunde zu verbieten (wie es der Vorschlag zur Gesetzesnovelle vorsieht) ist eine vollkommen überzogene Reaktion. Die derzeitige Gesetzeslage läßt ausreichend Spielraum, um gegen Auswüchse vorzugehen. Aber alle Mountainbiker die sich zu 99,5% umsichtig verhalten zu kriminalisieren, ist eine Unverschämtheit.

  • Tilman (4) | 12. June 2012;12.06.2012;1339525430 --> 12 Juni 2012
    Breite Wege

    In Hessen ist keine konkrete Mindest-Wegebreite für Biker vorgeschrieben (anders z.B. Forstrecht Baden Württemberg). Aber wie will man derlei Meter-Vorgaben messen. Es gibt im Wald kaum Bordsteine oder anderweitig zum Messen taugliches Inventar. Solch einen rechtlichen Morgennebel, brauchen wir nicht, sondern eine ausreichende Bestimmtheit rechtlicher Regeln. Und im übrigen muß ganz unbürokratisch gelten "lieber breite Rücksichtnahme als irrational breite Wege!"