Grundschul-Mediation: Langer Applaus für Ullrich
Von Steffen Reith
Sterbfritz
Zweiter Teil der zweiten Runde der Mediation am Donnerstag in Sterbfritz. Sachlich tauschten die Diskussionsteilnehmer ihre Argumente für und wider die Schließung von Grundschulen aus.
Am Dienstag hatte es eine Bombendrohung gegen Schuldezernent Matthias Zach (Grüne) gegeben. Entsprechend umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen waren bei der Veranstaltung in Bad Soden getroffen worden. Weitaus unaufgeregter ging es gestern Abend in der Sterbfritzer Mehrzweckhalle zu. Etwa 100 Zuhörer verfolgten die Veranstaltung, deren Schwerpunkt die demographische Entwicklung im ländlichen Raum war.
„Wir müssen jetzt handeln und dürfen nichts auf die lange Bank schieben“, sagte Matthias Zach. Von den acht Grundschulen in Sinntal wolle man drei schließen, um fünf Standorte dauerhaft zu stabilisieren, erklärte der Kreis-Schuldezernent. Und: „Wir schließen keine Schulen ohne Not.“
Sinntals Bürgermeister Carsten Ullrich (SPD) erhielt nach seinem Beitrag langanhaltenden Beifall aus dem Publikum: Er machte deutlich, dass er sich schon lange Zeit mit der demographischen Entwicklung beschäftige und für ihn die Auflösung von Schulen kein Allheilmittel sei. Wichtig sei, dass die Menschen vor Ort in die Gestaltung der Zukunft einbezogen würden. „Ich setze großes Vertrauen in die Mediation. Aber sie kann nur ein Anfang sein“, sagte Ullrich.
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