Hiesige Ehepaare schwärmen von „Crussol en Fête“
Von Elisabeth Schmitt
Guilherand- Granges
„Crussol en Fête“ ist in Guilherand-Granges, der französischen Partnerstadt von Bad Soden-Salmünster, ein besonderes Ereignis. Es wird auf dem Berg am Fuße einer historischen Burgruine gefeiert und lockt am letzten Juni-Wochenende einige tausend Leute an.
„Es war einfach eindrucksvoll“, schwärmen Clemens und Renate Michel sowie Gregoire und Renate Benneyan von den Feierlichkeiten „Crussol en Fête“. Die beiden Ehepaare des hiesigen Vereins der Freunde von Guilherand-Granges, besuchten am Samstag das Fest der Partnerstadt und waren hellauf begeistert.
Am Fuß des Hausberges mit der riesigen historischen Burgruine Crussol spielte sich das Geschehen ab. Es gab ein Lager mit Gruppen, die das Leben bis ins 13. Jahrhundert darstellten. „Bogenschießen zum Mitmachen, Tänze, Koch- und Essgepflogenheiten wie in alter Zeit und mehr wurde dort geboten“, erzählen die Ehepaare. Jagdvögel wie Adler, Falken und Eulen, kleine Lustspiele, Eselreiten sowie mittelalterliche Musik und Tänze standen auf dem Programm. Da der Euro dort außer Kraft gesetzt war, wurde Geld in „Crussol“ umgewechselt und damit bezahlt.
Höhepunkt des bis gegen Mitternacht dauernden Festes war das Abendprogramm mit einem Konzert occitanischer Musik (Occitanisch ist eine galloromanische Sprache, die hauptsächlich im südlichen Drittel Frankreichs gesprochen wird) sowie ein Schauspiel vor der beleuchteten Burgruine als Hintergrund. Gespielt wurde eine eigens für dieses Fest geschriebene Geschichte über einen Streit zwischen Sonne und Mond.
Feiern am Fuße der Burgruine
Die Ehepaare Clemens und Renate Michel sowie Gregoire und Renate Benneyan schwärmten im Nachhinein von den eindrucksvollen mit Licht und Feuerwerk untermalten Darbietungen. „Etwa 200 Gruppen waren in das Spektakel einbezogen, hinzu kamen die Bilder auf zwei Riesen-Leinwänden, die Lichterspiele und die Beleuchtung der Burgruine“, erzählt Michel ein paar Tage danach beeindruckt. „Ich frage mich, ob eine Stadt oder Organisation in Deutschland überhaupt in der Lage ist, so etwas auf die Beine zu stellen.“
Während das Fest am Samstag trotz der großen Hitze von bis zu 38 Grad ein voller Erfolg war, musste es für den Sonntag abgesagt werden. „Am Sonntag hatten wir am späten Vormittag ein Gewitter und dann regnete es dauernd. Das Fest konnte nicht stattfinden. Alles war nass, schlammig und viele Sachen wurden beschädigt“, schildert Monique Canat, die seit Jahren zu den Organisatoren des Festes gehört und mitarbeitet, die Situation.
In der Organisation und Durchführung sind viele aktive Mitglieder des Verschwisterungskomitees eingebunden. So kümmert sich Stadträtin Josette Mallet um die Kostüme, und hat bis kurz vor dem Fest in ihrer Nähstube gearbeitet, um hier etwas auszubessern oder dort etwas zu verändern. Alle Helferinnen und Helfer tragen Kleidung nach historischem Vorbild und verbessern so auch das allgemeine positive Erscheinungsbild.
„Natürlich haben unsere Partner-Franzosen während ihres Festes keine Zeit, Gäste bei sich aufzunehmen. Dennoch erwäge ich im kommenden Jahr eine Fahrt mit Interessierten von Bad Soden-Salmünster zum Besuch dieses grandiosen Festes an der Ruine“, meint der Vorsitzende des Vereins der Freunde von Guilherand-Granges, Clemens Michel.
Leser-Kommentare ( 2 )
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Occupy (366) | 5. July 2012;05.07.2012;1341477301 --> 05 Juli 2012
Fixe Idee
Was mag die Stadtoberen von BSS nur bewogen haben, mit jener gesichtslosen Stadt eine Partnerschaft einzugehen?: Wo liegen die Gemeinsamkeiten? In der einzigen Sehenswürdigkeit - einer Burguine? In der Betonarchitektur der 70-er? In der Umzingelung mit blechernen Märkten? In der Zuneigung zu den Rechtsradikalen (letztes Ergebnis über 18%!)? Oder ist es doch nur eines deutschen Michels fixe Idee aus Jugendtagen?
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bss63628 (4) | 5. July 2012;05.07.2012;1341502820 --> 05 Juli 2012
to occupy one´s time with
wie wäre es mit dem Bundesfreiwilligendienst, die Caritas sucht für die Kirchengemeinde - die Kindergärten, auf geht´s
to occupy a positon








