Highlandgames für „wahre Männer“
Von Walter Dörr
Jossa
Zum Anlass des 20-jährigen Bestehens des Motorradhotels und Bikertreffs Spessart veranstaltete der Landgasthof Jossgrund die ersten Jossaer Highlandgames (Hochlandspiele).
Das war schon etwas anderes, als den Rührlöffel in einer Pilzcremesuppe kreisen zu lassen oder mit dem Schneebesen eine Sauce hollandaise aufzuschlagen. Der Chef des Landgasthofes Jossgrund in Jossa, Frank Zeller, ließ am Samstag nicht nur die Gäste-Clans sich abrackern, er hatte auch einen „Wirtsbullen“-Clan zusammengestellt, in dem er seinen Mann stehen musste. Mit seinen 1,90 Metern Größe und stattlichen 116 Kiogramm Gewicht konnte er fast mit den „Profis“ des Clans Ironforge aus Hamm/Westfalen (einer der bekanntesten Clans weltweit) mithalten, der die Jossaer Highland Games nach den Regeln des Deutschen Highland Games Verbandes (DHGV), Kerpen, organisierte.
Allerdings hatte man in Jossa auch das Wetter der grünen Insel, denn ergiebige Regenschauer weichten die Sinngrundwiese auf und ließen das Spektakel zu einer Schlammschlacht werden. Die Zuschauer zweckentfremdeten Sonnenschirme als Regenschutz.
Gladiatoren ziehen in Arena
Mit Dudelsackklängen der Green Pipes & Drums aus Weiterstadt zogen die Gladiatoren in die Arena. Moderator Lauro Gruda stellte die Teams (Clans) vor: Der Stammtisch des Jossgrunds „Wellsäu 08“, die „Kaminteufel“, ein Bad Orber Stammtisch gab es zweimal, die „Nordlichter“ (Motorradfahrer aus dem hohen Norden, die einen Münchener als Joker in ihren Reihen hatten), und aus Wächtersbach-Hesseldorf waren 16 Männer des Junggesellenabschiedes von Martin Berger angereist.
Er will am übernächsten Samstag seine Sandra zum Altar führen und dann über die Türschwelle tragen. Als Disziplinen mussten „die wahren Männer“, die natürlich Kilt trugen (und teilweise nichts drunter!), 12,5 Kilogramm schwere Gewichte hoch und weit werfen, 7,5 Kilo schwere Steine stoßen, Hufeisen möglichst an einen sieben Meter entfernten Stock werfen, Steine mit einem Gewicht von 65 bis 110 Kilo fünf Meter tragen und auf ein Podest legen, Strohsäcke hoch werfen, zwei schwere Vierkantstämme ziehen, Baumstammüberschlag, Slalom mit einem Telefonmast auf der Schulter laufen und ein Fass, das mit 200 Kilo Sand gefüllt war, um einen Reifen rollen. Als Krönung folgte das Tauziehen auf der Wasserwiese und im Matsch.
Schon im 11. Jahrhundert wurden im schottischen Hochland Gatherings (Zusammenkünfte) veranstaltet, um die stärksten, schnellsten und geschicktesten Männer zu ermitteln. Bei den Meisterschaften kämpfen die Hünen um die Titel – in Jossa war der Amateurwettkampf eher eine Mordsgaudi – für die Akteure und die Zuschauer.
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Occupy (366) | 23. July 2012;23.07.2012;1343030739 --> 23 Juli 2012
Männlichkeitswahn
So ist es recht: Die Helden lassen sich für ihre "Heldentaten" beklatschen. Doch es sind die Nischen für Machos, die hier von ihresgleichen bejubelt werden. Weitaus besser wären Wettkämpfe mit den Disziplinen Windelwechseln, Einkaufen mit wenig Geld, Wäschewaschen und Bügeln. Zur Not könnte man als letzte Männerdomäne noch das Stehpinkeln zulassen.
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Jackson (261) | 23. July 2012;23.07.2012;1343035755 --> 23 Juli 2012
bin mir sicher ...
das die von Ihnen vorgeschlagenen Disziplinen von einigen recht gut beherrscht werden. Aber warum muss aber auch alles mittlerweile nach Ansicht der Frauen passieren? Manchmal hab ich den Eindruck dass die Rechte der Männer am liebsten gar nicht mehr existent wären. Wie auch immer, neben Windeln wechseln, kochen usw. sollte man den Männer trotz allem ihren Spaß nebenher gönnen.
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Joesser (15) | 23. July 2012;23.07.2012;1343080397 --> 23 Juli 2012
Machos
Von wegen Machos, es haben sogar Frauen mitgemacht und alle Teilnehmer hatten ihren Spaß, darum ging es ja letztendlich. Aber Dauernörgler Occupy weiß ja scheinbar nicht was Spaß ist. (Er weiß scheinbar auch nicht wo Jossa ist).










