Hundekot-Diskussion im Niederzeller Ortsbeirat
Von Fritz Christ
Niederzell
Eine Vielzahl örtlicher Angelegenheiten kam in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Niederzell zur Sprache. Das Gremium protokollierte unter Leitung von Ortsvorsteherin Petra Lotz Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen.
Emotional wurde die Diskussion am Ende der Sitzung, als die Verschmutzung der Landschaft durch Hundekot zur Sprache kam. In Niederzell herrsche ein regelrechter Hundetourismus. „Von überall her kommen die Hundebesitzer, lassen ihre Tiere einfach laufen und ihr Geschäft erledigen“, beschwerte sich ein aufgebrachtes Ortsbeiratsmitglied und fügte hinzu: „Der Weg zum Grillplatz ist ein Tretminenpfad“. „Eine Riesensauerei“, schimpfte ein weiteres Beiratsmitglied. Die Mehrzahl der Hundebesitzer sei uneinsichtig und entferne den Hundekot nicht. Es wurde argumentiert, dass landwirtschaftliche Flächen, auf denen Lebensmittel produziert werden, nicht als Hundetoiletten missbraucht werden dürften. Dies könne zu Krankheiten führen. Der Ortsbeirat fordert eine Hundepolizei.
Ortsvorsteherin Petra Lotz regte an, etwas zur Verbesserung des Niederzeller Ortsbildes zu erreichen. In bestimmten Bereichen sehe es trist aus. Nicht nur die Innenstadt solle erblühen, sondern auch der drittgrößte Stadtteil Niederzell. Bestimmte Stellen sollten durch Bepflanzungen ansehnlicher gestaltet werden. Wie die Ortsvorsteherin betonte, sei Eigeninitiative gefragt. Vereine und Bevölkerung sollten mit ins Boot genommen werden. Jeder könne im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas tun. Schon mit einfachen Mitteln könne man viel erreichen. Startschuss solle laut Lotz die Aktion „Sauberhaftes Niederzell“ sein, die vom Frühjahr in den Spätsommer verschoben wurde und jetzt für den 29. September vorgesehen ist. Freiwillige Helfer seien zum Mithelfen eingeladen. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Feuerwehrhaus.
Die Ortsvorsteherin informierte, dass die schadhafte Stützmauer am Auerbach in der Niederzeller Ortsmitte mittlerweile neu gebaut worden sei. Die Ortsbeiratsmitglieder übten Kritik daran, dass einige Eigentümer ihre Grundstücke vernachlässigen. Es gebe an verschiedenen Stellen Beeinträchtigungen im öffentlichen Verkehrsraum durch wuchernde Hecken und Bäume.
„Lieblos“, meinte eine Mandatsträgerin, sei der städtische Spielplatz im Tannenweg. Die Spielgeräte seien teilweise in einem schlechten Zustand, insbesondere die Rutsche. Unbedingt erneuert werden müsse der Basketballkorb. Zudem gebe es für Kleinkinder keine geeigneten Spielgeräte.
Eine gelungene Aktion war nach Meinung des Gremiums die von den Kinzigtal Nachrichten initiierte Bürger-Meisterschaft. „Auch wenn es für Niederzell nicht besonders erfolgreich ausging, es hat trotzdem Spaß gemacht“, sagte Ortsvorsteherin Lotz. Die Veranstaltungsreihe sei ein wichtiger Beitrag zum Zusammenwachsen der Stadtteile und zum besseren gegenseitigen Kennenlernen.
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