Im Zweischichtbetrieb auf 18 Meter Tiefe
Von Andreas Ungermann
Mottgers
Ein imposantes Bild bietet sich derzeit bei Mottgers oberhalb der Bahnlinie Sterbfritz–Jossa. Dort muss für die Gasleitung von Rimpar nach Sannerz ein Höhenunterschied überwunden werden. Die Arbeiten dazu sind recht aufwändig.
Wo die Erdgas-Loopleitung Sannerz–Rimpar entlang verlaufen wird, ist bereits an braunen Schneisen auf den Wiesen erkennbar. Zirka zehn Kilometer führt die insgesamt 67 Kilometer lange Pipeline mit einem Rohrdurchmesser von einem Meter durch Hessen – und hier ausschließlich durch die Gemeinde Sinntal. Bei Mottgers, oberhalb der Bahnlinie von Sterbfritz nach Jossa, sind die Arbeiter gerade mit der Überwindung eines Höhenunterschieds von mehr als 20 Metern beschäftigt.
Mit Bohrern und Baggern heben sie derzeit im Zweischichtbetrieb eine Grube aus, die am Ende eine Tiefe von 22 Metern haben wird. Vor wenigen Tagen hatten sich die Leitungsbauer bereits bis auf eine Tiefe von rund 18 Metern vorgearbeitet. Mit Ankern werden dabei die Seitenwände abgesichert, sodass diese nicht einstürzen können. „Die Lösung zur Querung der Eisenbahnlinie in der Nähe von Mottgers ist technisch sehr anspruchsvoll“, erläutert der Pressesprecher des ausführenden Unternehmens Open Grid Europe (OGE). Die Kosten für die Pipeline mit einem Auslegungsdruck von 100 bar sind auf insgesamt etwa 130 Millionen Euro kalkuliert.
Den Abschnitt auf den Wiesen oberhalb von Mottgers, an dessen Ende die Start- und Zielgruben wieder verfüllt werden sollen, beziffert der OGE-Firmensprecher auf rund vier Millionen Euro. Nach und nach sollen die zur Zeit noch hohen Erdhaufen von den Äckern am Rande des Sinntaler Ortsteils wieder verschwinden.
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