In der Nähe des Naturschwimmbades entsteht ein Barfußpfad
Von Walter Dörr
Altengronau
Das Gebiet rund um das Naturerlebnisbad in Altengronau soll noch attraktiver werden. Mit einem Barfußpfad soll dort eine weitere Bereicherung hinzukommen.
Der Verkehrs- und Heimatverein Altengronau im Naturpark Spessart hat als satzungsgemäßen Zweck die Förderung des Fremdenverkehrs, die Pflege des heimatlichen Brauchtums, sowie der Förderung des allgemeinen Erholungsreisegedankens. Ein Barfußpfad nahe dem neuen Naturerlebnisbad und unmittelbar vor der Kneippanlage, das wäre eine Bereicherung. Das dachten sich Mitglieder des Verkehrs- und Heimatvereins schon im Frühjahr 2011.
Bis die Maßnahme jedoch in Angriff genommen werden konnte, musste erst einmal der Besitzer der nicht genutzten und deshalb stark verbuschten Wiese ausfindig gemacht werden. Der stand am 27. März dieses Jahres aber den Plänen positiv gegenüber und gab seine Zustimmung, das Grundstück für die Anlage eines Barfußpfades nutzen zu können. Anfang April war die rechtliche Seite mit der Gemeinde Sinntal geklärt und Bauamtsleiter Joachim Neureder gab grünes Licht.
Für jedes Baby ein Baum
Mit Unterstützung örtlicher Landwirte wurde die Wiese gemulcht und der Mutterboden im Bereich des Pfades abgetragen. Anfang Mai hieß es Bäume fällen, diese zu schälen und auf der Baustelle als seitliche oder Feldbegrenzung einzuarbeiten. Aus Kostengründen natürlich in Eigenleistung von Mitgliedern des Verkehrs- und Heimatvereins sowie weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ob bei strömendem Regen oder unerträglich heißem Sonnenschein waren immer wieder Arbeitseinsätze vonnöten. So wuchs schließlich die 1,30 Meter breite und 50 Meter lange Anlage. Die unterschiedlich großen Felder wurden mit wasserdurchlässigem Flies ausgelegt, sodass der Wildwuchs eingedämmt ist und keine Staunässe entsteht. Mit gespendeten natürlichen und örtlich vorkommenden Materialien sind die Fühlpfadfelder bereits teilweise gefüllt.
Sand und Kies aus der Sinn, Kieselsteine, Grasschnitt, Heu, Stroh, Lehm, Moos, Tannenzapfen, Schafwolle, Pflastersteine, Flußsteine, Sägemehl, Hobelspäne, Baumscheiben oder Rundhölzer sind angedachte mögliche Verfüllungen. Beim Ranschaffen des Materials engagierten sich auch die Kinder des benachbarten Kindergartens Sonnenschein und die Natur- und Waldkindergartengruppe, sowie andere Jugendliche aus Altengronau. Auf der restlichen Wiese sollen für alle neugeborenen Altengronauer Kinder heimische Halbstamm-Obstbäume angepflanzt werden. Somit könnte der Barfußpfad zu einem Familientreffpunkt werden, denn „seinen“ Baum zu besuchen, ihn auch mal zu gießen oder mit einem Nistkasten zu verschönern, sollte eine Ehrensache sein – zumal die Ernte der mit Namensschild versehenen Bäume dem jeweiligen Kind zustehen soll.
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