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12. Oktober 2012



Jökel-Bau ist „Unternehmen des Jahres“

Von Jutta Degen-Peters

Schlüchtern
Peter und Stefan Jökel haben am Mittwochabend im Hanauer Brockenhaus für ihr Bauunternehmen den Mittelstandspreis des Bundesverbands mittelständischer Unternehmen (BVMK) erhalten.

Der  Schlüchterner Traditionsbetrieb wurde als „Unternehmen des Jahres“ vor allem wegen seines großen sozialen Engagements ausgewählt. Mit der Firma Jökel  erhält ein Familienunternehmen den Preis, das in nunmehr fünfter Generation geführt wird. Im vergangenen Jahrzehnt hätten die Jökel-Brüder ihr Unternehmen sehr erfolgreich gelenkt, lobte Gerhard Heim als Vorsitzender der unabhängigen Jury, welche die Wahl unter mehreren Mittelstandsbetrieben im Main-Kinzig-Kreis getroffen hatte. Aus diesem Grund „konnten sie gegen den allgemeinen Branchentrend in der Bauindustrie die Zahl ihrer Mitarbeiter deutlich erhöhen, neue Arbeitsplätze schaffen und ihre Umsätze erheblich steigern“.

Heim nannte zur Begründung der Entscheidung der Jury, den nachhaltigen Erfolg von Peter und Stefan Jökel auszuzeichnen, deren „Gespür für Innovationen, ihr internes und externes soziales Engagement sowie die Mitarbeiterentwicklung und Mitarbeiterkultur im Unternehmen“. Die Jökels trügen „das Herz am rechten Fleck“ und schafften mit einem außergewöhnlich ausgefeilten Lehrprogramm Ausbildungsplätze.

Überdies lege Jökel-Bau  ein baulich umweltverträgliches Engagement an den Tag, das unter anderem in einem energetischen Planungszentrum zum Ausdruck komme.

Der BVMW vergibt den Mittelstandspreis für herausragenden Einsatz jährlich an Unternehmerpersönlichkeiten, um damit deren Vorbildfunktion als „Leistungsträger der Region“ zu würdigen. Sponsoren des Preises waren in diesem Jahr Mitglieder der IT-Gruppe des Verbandes.

Während die Jökels neben der entsprechenden Urkunde auch eine Pyramide aus Metall als Trophäe mit nach Hause nehmen konnten, musste sich die Finalistin Sabine Daniel, Inhaberin der „Blumen und Mehr Fabrik“ in Gelnhausen, mit einer Ehrentafel des Mittelstandsverbandes begnügen. Sie hatte mit ihrem kleinen Betrieb ebenfalls eine sehr hohe Punktezahl erhalten, landete  am Ende aber auf Rang zwei.

BVMW-Verbandsgeschäftsführer Helge Kirchner, Mitinitiator der Auszeichnung, gratulierte den Preisträgern und betonte, dass eine Ehrung von angestellten Managern, die selbst kein unternehmerisches Risiko trügen, nicht möglich sei. Gemeinsam mit Landrat Erich Pipa (SPD) lobte Kirchner „die konsequent gelebte Verantwortung der Preisträger“. Die hohe Sozialkompetenz der Jökels manifestiere sich auch durch einen kritisch-konstruktiven Umgang, ergänzte Gerhard Heim mit Blick auf die Form des kritischen Dialogs.


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