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21. Februar 2012



Kavai erwägt Änderung der BiP-Struktur

hgs

Main-Kinzig
Die Vertragsaffäre um den Geschäftsführer der Bildungspartner Main-Kinzig (BiP), Dr. Karsten Rudolf, könnte sich zu einer Existenzkrise der kreiseigenen Gesellschaft auswachsen.

Entsprechende Spekulationen in Medien hat Dr. André Kavai (SPD) als Aufsichtsratsvorsitzender jetzt zwar zurückgewiesen. Doch zur Diskussion steht eine mögliche Strukturänderung. „Seit kurzem denken wir darüber nach, wie wir die inhaltlich teilweise sogar deckungsgleichen Ausbildungsgänge in der Krankenpflege- und der Altenpflegeausbildung zusammenlegen können“, bestätigte Kavai auf Anfrage unserer Zeitung. Allerdings habe dies „rein gar nichts“ mit den gegenwärtigen Differenzen um den Dienstvertrag oder aber mit der Person des BiP-Geschäftsführers Karsten Rudolf zu tun.

Die BiP GmbH ist eine Tochter der Main-Kinzig-Kliniken, in der zurzeit die Ausbildung der Krankenpflegekräfte organisiert ist. Fest beschäftigt sind bei der BiP 30 Mitarbeiter. Die „Akademie der Gesundheit“ ist eine der drei Säulen, auf denen die BiP als Dachgesellschaft gegründet worden ist. Hierzu zählen die knapp 200 Pflegeschüler der Kreiskliniken.

Die zweite Säule ist der „Campus für berufliche Bildung“, der vor allem Unternehmen und Berufstätige anspricht. Säule Nummer drei bildet die Volkshochschule Main-Kinzig. Das Aus- und Fortbildungsinstitut der kreiseigenen Altenpflegezentren gGmbH hat derzeit seinen Sitz im Seniorenzentrum Rodenbach.

Bislang hat der Landkreis jedes Jahr einen sechsstelligen Zuschuss für seine Bildungsgesellschaft eingeplant. Im vergangenen Jahr waren dies 440 000 Euro. Im ersten Doppelhaushalt der neuen Kreiskoalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern stehen im laufenden Jahr nur noch 300 000 Euro zur Verfügung.

Aushängeschild der BiP ist das im Frühjahr vorigen Jahres in Betrieb genommene Bildungshaus in Gelnhausen, das auf drei Stockwerken etwa 4200 Quadratmeter Nutzfläche bietet. Investitionssumme: 15 Millionen Euro.

60.000 Euro an Spenden

Eine wachsende Bildungsgesellschaft freut sich freilich auch über steigende Spendenbeträge, die das größer werdende Angebot unterfüttern. So sind aus jährlich 500 Euro in der Gründungsphase stattliche 60 000 Euro geworden, wie Karsten Rudolf für das Jahr 2011 auf Anfrage bestätigt hat.

Neben zahlreichen Kleinspenden von Betrieben und privater Seite unterstützte die Hanauer Kathinka-Platzhoff-Stiftung 2011 Projekte wie das „Haus der kleinen Forscher“ sowie die „jungen Entdecker“ mit 31 000 Euro. Der Arbeitgeberverband Hessen-Chemie steuerte für die kindliche Frühförderung 6000 Euro an zweckgebundenen Spenden bei.



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