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29. Oktober 2012



Kochen vor laufender Kamera

Von Walter Dörr

Ramholz
Für „Bilderbogen – Geschichten aus Hessen“ drehte der Hessische Rundfunk jüngst im Schloss und im Orangerie-Restaurant Schloss Ramholz.

Quasi zwei Fliegen mit einer (Film)Klappe fing der Hessische Rundfunk vor einigen Tagen in Ramholz. Autor Uli Pförtner mit Kameramann Alexander Pötsch, Tontechniker Christian Mathias und Beleuchter Thomas Quetsch arbeiten derzeit an einem Bericht über Schlösser an Kinzig und Main. Dabei soll zum einen die Historie, aber auch die heutige Nutzung der Immobilien dargestellt weden: beispielsweise Dornröschenschlaf wie im Falle von Schloss Wächtersbach oder geschickte Vermarktung wie sie das Schloss Höchst mit den kulinarischen Traumhochzeiten betreibt. Im Isenburger Schloss etwa ist die Hochschule für Gestaltung Offenbach untergebracht (Malerei, Fotografie, hochmoderner Computerraum).

Das Schloss in Ramholz sieht hr-Autor Uli Pförtner an einer Schwelle, deshalb werden in dem fertigen Bericht immer wieder Episoden von dort vorkommen. Der Kunst- und Gartenbauhistoriker Horst Becker, seit zwei Jahren Schlossarchivar in Ramholz, erläuterte die Besonderheiten des zwischen 1893 und 1895 von Hugo von Stumm erbauten Kulturdenkmals, zu dem auch die ehemalige Orangerie gehört. Und hier filmte das Fernsehteam für die Schlosssendung, aber auch für eine weitere Sendung über Orangerien in Hessen.

Küchenchef Armin Weinberg wurde wegen eines gebrochenen Arms von Florian Gärtner assistiert. Die beiden bereiteten das Herbstmenü „Rehschnitzel aus der Keule in Mandelkruste mit Hagebuttensauce, Petersilienspätzle und Gemüse des Marktes“ zu. Ziemlich eng ging es beim Dreh in der 17,5 Quadratmeter kleinen Küche der Ramholzer Orangerie zu, in der zum organisierten Kochen die ganze Höhe des historischen Gebäudes von fünf Metern genutzt wird.


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