Kreissparkasse Schlüchtern will ihre Hauptstelle grundlegend sanieren
Von Walter Kreuzer
Schlüchtern
Bei der Kreissparkasse Schlüchtern wirft eine große Investition ihren Schatten voraus: Die Hauptstelle soll grundlegend saniert werden. In der Diskussion ist auch ein Neubau an anderer Stelle.
Genaue Zahlen kann Thomas Maus noch nicht nennen. Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse (KSK) Schlüchtern wagt aber eine Einschätzung: „Ich denke, dass die Investition im Millionenbereich liegen wird.“
Im Wesentlichen gehe es um die Gebäudehülle der sechs Stockwerke hohen Hauptstelle der Sparkasse in Schlüchterns Bahnhofstraße. Diese stammt aus den 1970er Jahren und ist somit im Wortsinne „in die Jahre gekommen“. Vor allem die Fenster haben den normalen Lebenszyklus eines solchen Bauteils längst überstanden. Den Jalousien zum Beispiel ist ihr Alter anzusehen, was Maus zu der Feststellung veranlasst: „Auch das Gesamtbild spielt eine Rolle.“ Es gehe vor allem um eine energetische Sanierung des Bauwerkes. Dieses ist auf dem Stand von vor 37 oder 38 Jahren – und damit völlig überholt. Der Bankmanager erwartet jedenfalls ein hohes Einsparpotenzial bei den Energiekosten.
Die Veränderungen werden von grundlegender Natur sein. Die Anforderungen des Unternehmens wurden neu definiert. „Wir haben einiges an Platz zur Verfügung. Die dritte Etage steht leer“, erläutert Maus mit Blick auf das unterste Stockwerk des Turmes, der seit langem das Stadtbild prägt: „Das Gebäude hat den Stil der 70er Jahre und gehört zum Stadtbild. Man muss sich aber auch fragen, ob der Turm noch zu diesem passt.“
An der Zahl ihrer Mitarbeiter will die Kreissparkasse nichts ändern. Die Arbeit soll aber auf nur noch gut der Hälfte der aktuellen Fläche erledigt werden. „Wir wollen das Gebäude sanieren und dabei eine Optimierung hinbekommen“, sagt Maus. Das soll am aktuellen Standort geschehen. Dieser sei ideal: „Wir sind in der Nähe der Obertorstraße und des Stadtzentrums, es gibt keine Parkplatzprobleme und unser Autoschalter wird sehr gut genutzt.“
Als Bankmanager spielen für Thomas Maus Zahlen eine wichtige Rolle. Daher ist es normal, dass Alternativen in die Überlegungen einbezogen werden. Etwa die Frage nach einem Neubau. Wie viel teurer käme ein solcher, lautet die Frage. Vor diesem Hintergrund ist auch „ein Signal an die Stadt“ zu sehen, das Maus in einem Gespräch mit Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) aussandte, nachdem die Ansiedlung eines Rewe-Marktes geplatzt war: „Wenn die Stadt die Innenstadt neu plant, kann die Optimierung unseres Geländes im Zuge einer Gesamtplanung erfolgen. Wir können über alles reden, es gab aber noch keine konkreten Gespräche.“
-
Occupy (366) | 27. July 2012;27.07.2012;1343380272 --> 27 Juli 2012
Völlig überholt
Schlimmer als mit dem KSK-Betonbunker konnte die Schlüchterner Innenstadt nicht verschandelt werden: Dieser 70-er Jahre-Bausünde wurde zwar mehrfach optisch aufzuhelfen versucht, doch es blieben allesamt gescheiterte Versuche. Am besten wäre der von Herrn Maus erwähnte Abriss - und ein weit weniger protziger Neubau a.a.O. Das würde dann auch gleich die von den Banken geforderte Bescheidenheit signalisieren. Denn schließlich macht sie das alles mit den Geldern ihrer Kunden.
-
einFuldaer (3) | 2. August 2012;02.08.2012;1343891687 --> 02 August 2012
Oh mann
So einen unqualifizierten Kommentar habe ich selten gelesen. Keine Bank oder Sparkasse kann ein Bauprojekt mit den eigenen Kundengeldern finanzieren. Das ist nicht möglich. Dies wird ausschließlich über die eigenen Rücklagen finanziert, welche über mehrere Geschäftsjahre erwirtschaftet wurden, wie bei anderen Firmen auch. Ggf. werden diese durch Kredite ergänzt.
-
Occupy (366) | 2. August 2012;02.08.2012;1343894962 --> 02 August 2012
Lieber Fuldaer Bankangestellter,
"Rücklagen...erwirtschaftet"?, Aber hallo, mal wach werden! Es geht darum, dass Banken ihre Protzbauten überall in bester Lage hinstellen können, weil sie völlig überzogene Wucherzinsen verlangen und überall mit Gebührenfallen lauern. Dem Bankensektor gehören unbedingt Daumenschrauben (z.B. Umsatzsteuer auf Finanzgeschäfte) angelegt, dann würden nicht nur die (Neu-)Bauten, sondern auch die Vorstandsgehälter gleich weniger opulent ausfallen.










