Kreissparkasse lud zu „Kapital und Kabarett“
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Schlüchtern
Beim Thema „Kapital und Kabarett“ hatte das Kabarett das erste und letzte Wort. Zur ungewöhnlichen Kombination von beidem lud die Kreissparkasse Schlüchtern in die Stadthalle ein, um ein neues Vermögensverwaltungsprodukt vorzustellen. Es kamen rund 120 Besucher.
Auch ein vermeintlich trockenes Thema wie das der Geldanlagen kann unterhaltsamen Charakter haben. Das machten Vermögensspezialist Michael Irsfeld von der Deka-Bank Luxemburg sowie Kabarettist Gunzi Heil vor.
„Momentan ist nicht die sonnigste Zeit für Anleger“, gab Jürgen Zich von der Kreissparkasse in seiner Begrüßung zu. Krisen prägten die letzten Jahre. Es gelte daher, im wichtigen Kundendialog alternative Wege aufzuzeigen. Dabei stehe die Qualität der Beratung im Vordergrund.
Zuvor jedoch hatte Gunzi Heil das gesprochene und gesungene kabarettistische Wort. Und launisch widerlegte er die geflügelte Wahrheit, dass bei Geld der Spaß aufhöre. „Darf es ein bisschen mehr sein?“, dieser Satz gelte beim Metzger, aber nicht bei den Kassen. Letztere jedoch hätten die „schönsten Frauen“ als Angestellte, wie er in dem Lied „Die Fee von der Schalterhalle“ schwärmte. Er fragte sich, ob sein 50-Euro-Schein, „in echtem Geld umgerechnet 100 Mark“, am Ende der Veranstaltung mehr wert sein würde.
Dieses Kunststück brachte Michael Irsfeld jedoch nicht fertig. Er legte zunächst dar, was zurzeit „Spannendes“ auf den Kapitalmärkten passiere, um vor diesem Hintergrund dann das Produkt der Vermögensverwaltung zu erklären. Die heftigen Kapitalmarktschwankungen seien extrem geprägt durch die Schuldenkrise sowie zuletzt durch die Wahlen in Griechenland und Frankreich. In der Euro-Zone werde es auch weiterhin spannend bleiben, weil viele Länder verschuldet seien.
Größeres Wachstum
Außerhalb jedoch herrschten moderate Wachstumsraten. Da hinke die Eurozone hinterher. Eine „galoppierende Inflation werde es 2012 jedoch nicht geben“, versprach der Referent. In Deutschland selbst sei das Wachstum größer als erwartet. Und die Binnennachfrage sei gestiegen. Das sei „das Erfolgsmodell Deutschland“, in dem viele große Firmen Weltmarktführer seien. Der deutsche Aktienmarkt sei hervorragend aufgestellt. Aber kaum ein Privatanleger kaufe deutsche Aktien. Der lege eher kurzfristig an, obwohl die Zinsen so niedrig wie noch nie seien. Abschließend hatte Gunzi Heil erneut das Wort, bevor die Sparkasse zu einem Imbiss einlud.
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