Kuki bleibt in der Synagoge
juw
Schlüchtern
Die Mediationsgespräche zwischen dem Kuki-Verein und der Stadt Schlüchtern sind erfolgreich beendet worden. Der Kinobetrieb in der Synagoge soll im Oktober wieder aufgenommen werden. Das teilten die Beteiligten in einer Pressenotiz mit.
Die seit Januar geführten Mediationsgespräche zwischen dem Kuki-Verein und der Stadt Schlüchtern scheinen zu einem erfolgreichen Ende geführt zu haben. Vermittler Pfarrer Joachim Truss ist es gelungen, die lange verhärteten Fronten aufzubrechen. In der Pressemitteilung heißt es, dass die Differenzen der Vergangenheit beigelegt werden konnten, weil „alle kompromissbereit und kooperativ mitgewirkt haben“.
Die als „Kulturpakt“ überschriebene Pressemitteilung wurde sowohl von Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) als auch von Vertretern des KulturWerkes und des Kuki unterzeichnet. Als Ziele wurden festgelegt, dass der bisherige Kinosaal in der Synagoge baulich und brandschutztechnisch durch die Stadt auf den erforderlichen Stand gebracht werden soll. Die Stadt ist es auch, die das gesamte Gebäude zur „dauerhaften Nutzung für die Bürger“ mieten oder kaufen soll.
Digitalisierung
Das Erdgeschoss des historischen Gebäudes soll durch die Stadt zu einem multifunktional nutzbaren Raum umgebaut werden, in dem etwa auch das KulturWerk Veranstaltungen abhalten kann. Ein zweiter Kinosaal wird in dem „Kulturpakt“ zwar als wirtschaftlich notwendig erachtet; in der Synagoge könne dieser aber nicht realisiert werden. Auch Steinau scheide als Standort für ein zweites Kino aus. Wo der Saal sein soll, würden alle Beteiligten bis Oktober festlegen.
Die Digitalisierung der zukünftigen beiden Spielstätten sei angestrebt, heißt es in dem Papier. Wer die nicht unerheblichen Kosten dafür tragen soll, wird nicht erklärt. Die Stadt solle laut dem „Kulturpakt“ das Kuki-Zelt 2011 bezuschussen. Der Kuki-Verein unterstützt den Kinobetrieb demnach weiterhin durch ehrenamtliches Engagement. „Die Beteiligten werden im Geiste der erfolgreichen Meditation gemeinsam die Herausforderungen bewältigen, die sich beim Vollzug des Mediationsergebnisses stellen werden“, heißt es in der Mitteilung.
Über die Ergebnisse der Mediation stimmt die Stadtverordnetenversammlung am Montag, 30. Mai, um 19 Uhr ab.
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