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9. Mai 2012



Mehrere Grundschulen stehen vor der Schließung

Von Walter Dörr

Jossa
Die Sinntaler sollen sich für den Erhalt der kleinen Grundschulen stark machen, da sie sich pädagogisch bewährt haben, fordert der CDU-Gemeindeverband Sinntal.

In einer gemeinsamen Vorstands- und Fraktionssitzung haben sich am Montagabend im Landgasthof Jossgrund in Jossa die CDU-Vertreter Sinntals eingehend mit der Situation der kleinen Grundschulen befasst. In einer vom Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Sinntal, Herwig Patzer, und Fraktionsvorsitzenden Günter Walther unterzeichneten Resolution werden die Schulträger aufgefordert, die Schließungspläne für die Grundschulen in Sannerz, Jossa und Züntersbach zurückzunehmen.

Über den aktuellen Stand des Schulentwicklungsplans und die im Entwurf gemachten Aussagen referierte der ehemalige, langjährige Schuldezernent Günter Frenz. Er zeigte den Parteimitgliedern und Vertretern der Züntersbacher Schulinitiative auf, welchen Weg der Kreisausschuss perspektivisch für die Entwicklung der einzelnen Schulstandorte vorgeschlagen hatte.

Günter Frenz referierte

Er hob die von der großen Koalition im früheren Kreisausschuss getragene Schulverbund-Lösung hervor, die eine Zusammenführung mehrerer kleiner Grundschulen unter einer Schulleitung bei Beibehaltung der Standorte vorsah. Diesen Lösungsvorschlag unterstützt die CDU-Sinntal nachhaltig.

Wenn die neue rot-grüne Mehrheit ohne nachvollziehbare Gründe den gemeinsamen Weg verlasse, dann sei dies eine Abkehr von der jahrzehntelangen erfolgreichen Schulpolitik von Karl Eyerkaufer (SPD) und Günter Frenz (CDU), die in Sinntal immer eine große Zustimmung fand, hieß es.

Die CDU Sinntal fordert Kreisausschussmitglied Oliver Habekost, Kreistagsmitglied Heinrich Schüssler sowie Bürgermeister Carsten Ullrich (alle SPD) auf, sich eindeutig von den Schließungsplänen zu distanzieren und den früheren gemeinsamen Weg im Interesse der kleinen Grundschulen nicht zu verlassen. Die Gemeinde Sinntal müsse sich, wie früher, ohne parteipolitisches Kalkül als Fürsprecher für die Schulen in Oberzell, Mottgers, Züntersbach, Weichersbach, Sannerz, Jossa sowie für Altengronau und Sterbfritz einsetzen, so die Forderung des CDU-Gemeindeverbandes.

In einer zusätzlichen Versammlung soll das Thema Erhaltung der Grundschulen beraten und mit einem interfraktionellen Auftrag der Gemeindevorstand beauftragt werden, den Schulträger Main-Kinzig-Kreis aufzufordern, die  Schließungspläne für die Grundschulen Jossa, Züntersbach und Sannerz nicht in die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans Teil A aufzunehmen, sondern den vorliegenden Planentwurf zu verabschieden. Die Stellungnahme der Gemeinde beziehe sich auf den ursprünglichen Schulentwicklungsplan und müsse vor einer einseitigen Änderung durch den Kreis von den Gremien neu beraten werden.


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