Muslime säuberten an Neujahr die Innenstadt
SCHLÜCHTERN Die Mitglieder der islamischen Majlis Khuddam-ul-Ahmadiyya, so heißt die Jugendorganisation, und der Ahmadiyya Muslim Jamaat (Gemeinde), machten am Neujahrsmorgen die Schlüchterner Innenstadt besenrein.
Bei eisigen Temperaturen waren 30 Muslime stundenlang damit beschäftigt, die Reste von Feuerwerkskörpern und Böllern aus der Silvesternacht zusammenzukehren und in Müllsäcke zu füllen. Weil es länger dunkel war, griff man dieses Jahr erst später zu Besen und Schippe. „Wir dachten, es war schon jemand vor uns da,“ meinte einer der Jugendlichen beim Kehren. Es lag erfreulicherweise weniger Unrat als in den Vorjahren auf den Straßen.
Die Ahmadiyya-Gemeinden verrichteten den bundesweiten Reinigungsservice als „Waqar-e-Amal“, was soviel heißt wie „ehrenvolle Arbeit“. Der Islam lehrt, dass der Mensch geboren sei, um Gott und seinen Menschen zu dienen, auch sich und anderen ohne Gegenleistung mit eigener Hand zu helfen.
Früher Start um 6 Uhr morgens
Für die Schlüchterner Gemeinde, zu der neben Steinauern und Sterbfritzern auch Glaubensbrüder aus Flieden und Neuhof gehören, begann der Tag schon um 6 Uhr früh. Sie versammelten sich zum traditionellen Gebet in den Gebetssälen des Vereins, anschließend frühstückten die Gläubigen, was die Frauen und „die Alten“ zubereitet hatten. Vom Parkplatz Untertor über den Stadtplatz bis zum Ende der Obertorstraße wurde dann gekehrt. Besonders den Jugendlichen machte es Spaß, den einen oder anderen noch funktionsfähigen Kracher einzusammeln oder auch zu zünden.
Nach dem Reinigungseinsatz ging es zurück in die Gemeinderäume, um Tee zu trinken. Der Jahresanfang an einem Freitag war für die Muslime ein besonderes Ereignis, da er mit dem Freitagsgebet zusammenfiel, dem wichtigsten Gebet der Woche. Die Schlüchterner Gemeinde hat den ersten Stock eines Hauses in der Hanauer Straße für ihre Glaubensausübung angemietet, mit nach Männern und Frauen getrennten Gebetszimmern. Gen Mekka gerichtet sprach man deshalb auch Salaats (Ritualgebete).
Mit dem Ansinnen, eine eigene Moschee zu errichten, sorgt die Ahmadiyya Muslim Jamaat seit 2001 für Gesprächsstoff und Unmut in der Bergwinkelstadt. Din Qamar ist seit vielen Jahren der Vorsitzende der 75 Ahmadiyya-Mitglieder in Schlüchtern.
Von unserem Mitarbeiter
Walter Dörr
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hans (45) | 2. January 2010;02.01.2010;1262391751 --> 02 Januar 2010
Unmut?
Also wenn der Autor den Bewohnern der "Bergwinkelstadt" schon Islam- resp. Religionsfeindlichkeit zuschreibt, wäre es doch zumindest angebracht dies zu belegen!
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Fuldaraner (1) | 2. January 2010;02.01.2010;1262422045 --> 02 Januar 2010
Vorfälle während des Moscheebauantrags
Hallo, natürlich sind sicherlich nicht alle Schlüchterner islamfeindlich, beispielsweise hatte ja im letzten Jahr eine Anwohnerin selbst gemeinsam mit den Ahmadiyyas den Besen geschwungen, aber wer den Streit und die Hetze gegen die Gemeinde während des geplanten Moscheebaus mitbekommen hat, dem sollte dies als "Beleg" genügen. Leider war das ganze damals ziemlich politisch instrumentalisiert worden und tolerante Stimmen wurden schlichtweg im Keim erstickt.
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hans (45) | 2. January 2010;02.01.2010;1262468004 --> 02 Januar 2010
Danke
Solche Informationen oder zumindest einen Verweis auf einen entsprechenden Artikel haette ich mir vom Autor gewuenscht...









