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30. Oktober 2012



Nachwuchs der Ahmadiyya-Gemeinde beschenkte Hof Reith-Kinder

Von Walter Dörr

Schlüchtern
Das Opferfest (Eid-ul-Adha) ist neben dem Fastenbrechen das wichtigste Fest der Muslime. Es wird zum Höhepunkt der Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka, gefeiert und dauert insgesamt drei Tage.

Es ist Brauch, für die Familie, für Nachbarn, Arme und Bedürftige ein Lamm zu schlachten. Am vergangenen Samstag, dem zehnten Tag im Monat Dhual-Hijjah 1428 nach islamischer Zeitrechnung, hatten sich die Kinder der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) Gemeinde in Schlüchtern, der Muslime von Bad Soden bis Sinntal angehören, etwas Besonderes einfallen lassen. Im Vorfeld bastelten und packten sie Geschenke, die sie an die 41 Kinder in Hof Reith, dem mit den unterschiedlichsten Nationalitäten voll belegten Aufnahmelager für Asylbewerber in Schlüchtern, verschenkten.

 Die Ansprechpartnerin für den interreligiösen Dialog, Maria Solangi aus Steinau, stellte „im Namen Allahs“ die Geschichte des Opferfestes vor, mit dem an den Gehorsam des Propheten Abrahamas und seines Sohnes Ismaelas erinnert wird. Muslime sollten weltlichen Dingen und Genüssen entsagen, um so die Nähe Gottes erlangen zu können. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) hat mehrere zehn Millionen Mitglieder in über 195 Staaten der Welt (in Deutschland rund 30 000 Mitglieder in 225 Gemeinden mit 30 Moscheen).

Die ursprünglichen Werte des Islams wie Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen, absolute Gerechtigkeit, Gleichwertigkeit von Mann und Frau, Trennung von Religion und Staat, keine gewalttätigen Aktionen im Namen der Religion sowie die Menschenrechte werden praktiziert. Die AMJ tritt mit sozialen Projekten für das interreligiöse gegenseitige Verständnis ein und ruft zu Toleranz auf.


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