Ortsbeirat befasst sich mit unschönen Ecken in Bad Soden
Von Petra Kloberdanz
Bad Soden
Gleich zwei Ortsbegehungen absolvierten die Bad Sodener Ortsbeiräte am Dienstagabend, ehe sie sich zur Sitzung im Besprechungszimmer der Spessart-Therme in Bad Soden trafen.
Ortsvorsteher Winfried Kirchner begrüßte in der alten Trauerhalle auf dem Bad Sodener Friedhof die Beiräte Gudrun André, Josef Noll, Anita Panster, Marianne Sperzel, die Magistratsmitglieder Werner Wolf und Hartwin Noll, sowie etliche interessierte Bürger.
Beim Rundgang über den Friedhof wolle man feststellen, ob das Erscheinungsbild des Friedhofes allein an ungepflegten Gräbern liege, oder „ob das eine oder andere von der Stadt gemacht werden muss“, sagte Ortsvorsteher Kirchner. An der Friedhofskapelle seien kleinere Reparaturen am Ortgang des Daches und im Sockelbereich auszuführen. „Wehret den Anfängen“, mahnte Winfried Kirchner, um teuren Reparaturaufwand zu verhindern.
Betroffen zeigte sich die Gruppe am „pflegefreien Gräberfeld“ rechts oberhalb der Friedhofskapelle, wo nach der Urnenbestattung nur eine kleine Platte inmitten der Rasenfläche an den Verstorbenen erinnert. „Dies ist ein unwürdiger Gestaltungsrahmen. Das kann man besser machen, „etwa durch eine Randbepflanzung mit Sträuchern und dem Aufstellen einer Parkbank“, hieß es.
Auf derselben Seite erkannten die Beiräte ein Gefahrenpotenzial, weil die Gräberreihe unterhalb des gepflasterten Weges fast eine Stufe tiefer liegt. Es erhob sich die Frage, ob die Bestattungen in dieser Reihe überhaupt fortgesetzt werden sollten. Zudem regte der Ortsvorsteher dort das Aufstellen einer Mülltonne an, „denn alles fliegt über den Zaun“. Allgemein beklagte die Gruppe etliche ungepflegte Gräber sowie viele Lücken zwischen den Gräbern, die aufwändige Mäharbeiten erfordern.
Als zweite Außenstation nahmen die Beiräte die desolate Mauer unterhalb der Romsthaler Straße in Augenschein, wo die verputzten Bruchsteine durch die Feuchtigkeit immer schadhafter werden. Die Ortsbeiräte hoffen, dass möglichst bald eine Planung für diesen Bereich vorgelegt wird.
Sorgen wegender Windkraft
Im hinteren Abschnitt der Romsthaler Straße fielen lose verlegte Platten als Stolperfallen auf, und am Treppenaufgang zum Stolzenberg war eine wilde Müllkippe zu besichtigen. Im Besprechungszimmer informierte Peter Sperzel, der Vorsitzende des Vereins für Tourismus und Wirtschaftsförderung (VTW), über ein Info-Skript an die Stadtverordnetenversammlung, in dem der VTW, die Kliniken, der örtliche Vogel- und Naturschutzverein und die 29er-Runde (Zusammenschluss von Umweltorganisationen im Main-Kinzig-Kreis) die Aufstellung der 200 Meter hohen Windkraftanlagen auf dem „Münsterberg“ kritisch beleuchten. „Die Anlagen sind höher als der Kölner Dom“, verdeutlichte Peter Sperzel.
Gesundheitliche Schädigungen der Bevölkerung durch Infraschall und Schattenschlag, Verlust von Arbeitsplätzen, Rückgang des regionalen Tourismus, Verfall der Immobilienpreise und eine großflächige Zerstörung des Naherholungsgebietes seien zu befürchten. Viele Anwesende teilten in lebhafter Diskussion diese Besorgnisse. Dazu komme die weithin sichtbare, blinkende Dauerbeleuchtung der Windräder bei Nacht.
Zudem fragten einige Bürger, wieso das Thema „Windkraft“ seitens der politischen Gremien in nicht öffentlichen Sitzungen behandelt werde.
Leser-Kommentare ( 3 )
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Occupy (367) | 21. September 2012;21.09.2012;1348211953 --> 21 September 2012
Wie lange schon...
...ist die Romsthaler Straße mitsamt ihrer maroden Mauer eine tickende Zeitbombe? Gut, dass der Ortsbeirat jetzt mal ein Gedächtniskerzchen für all die schönen Reden, die Besserung und Änderung versprachen, entzündet haben. Wie lange will man noch zuwarten, bis der ganze Salat in der Salz liegt? Aber Herr Büttner & Co haben ja nur noh Augen für das Prestigebad und Hallenneubau.
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KulturinBSS (17) | 21. September 2012;21.09.2012;1348235149 --> 21 September 2012
Es wäre nur schön...
...wenn endlich mal eine Lösung für Kleinschwimmhalle und vor allem Hallenneubau da wäre und nicht noch Jahre ins Land gingen bis endlich was passiert. Das lange Warten kostet den Bürger doch auch Geld, oder nicht?
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Pitta (59) | 22. September 2012;22.09.2012;1348344793 --> 22 September 2012
Ja und nicht vergessen....
der Bahnhof Salmünster - nicht das Gebäude - sondern barrierefreier Zugang zu den Gleisen. Der jetzige Zustand schreit zum Himmel.








