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13. Mai 2012



Ortsbeirat dringt auf Schulerhalt und zeigt Solidarität

lis

Kerbersdorf
Auch eine Woche nach der Mitteilung, dass die einklassige Grundschule geschlossen werden soll, steht die Enttäuschung in die Gesichter der Kerbersdorfer Bürger geschrieben. In der Ortsbeiratssitzung war es zentrales Thema.

Wegen der Infoveranstaltung mit Schuldezernent Matthias Zach (Grüne) in der Vorwoche sei die eigentlich für jenen Termin vorgesehene Sitzung des Ortsbeirats verschoben worden, berichtete Ortsvorsteher Winfried Weber. Auch wenn der Anlass noch so traurig sei, erfülle es ihn mit Stolz, dass innerhalb von 24 Stunden alle Kerbersdorfer die Liste für den Erhalt unterschrieben hätten und ihre Unterstützung bekundeten. Als Zeichen der Solidarität werden die Ortsbeiratsmitglieder ihr Sitzungsgeld dem Förderverein spenden, kündigte Weber an. Er lobte Förderverein, Elternbeirat und Bürger für die kurzfristig initiierten Aktivitäten.

Der Magistrat habe beschlossen, den Landrat zu bitten, die Entscheidung noch einmal zu überdenken, teilte Stadtrat Godehard Goralewski (SPD) mit. Die Fraktionen von SPD, GWL und CDU planten für die Stadtverordnetensitzung am 21. Mai einen gemeinsamen Antrag, in dem sie sich vorbehaltlos für den Erhalt der Schule aussprechen.

Sabine Schmidt, Vorsitzende des Fördervereins, und Vorstandsmitglied Nicole Dümpelmann kündigten an, dass sie alle Mitglieder des Bildungs- sowie des Haupt- und Finanzausschusses des Kreistages in die Schule eingeladen hätten, um sich direkt zu informieren. Die Freien Wähler und die CDU hätten bereits zugesagt. Es gelte, alle Kreistagsabgeordneten der Region zu motivieren, sich für den Erhalt der kleinen Schulen auszusprechen, meinte der Ortsvorsteher.

Auch Vize-Ortsvorsteher Jochen Ruppel sprach sich für eine Mobilisierung der örtlichen Kreistagsabgeordneten aus. Während der Sitzung war die Rede davon, dass Landrat Erich Pipa finanzielle Gründe für die Schulschließung genannt haben soll. Ortsbeiratsmitglieder und Bürger wunderten sich, dass Pipa und Zach offenkundig unterschiedliche Gründe nennen.

Sollten Finanzen eine Rolle spielen, interessiere es, was die Schule koste. Dann könnten auch andere Wege zu deren Erhalt eingeschlagen werden, kam von Bürgern. Man könne über Sponsoring, Übernahme durch einen anderen Träger und weitere Aktivitäten diskutieren.


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