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27. Juli 2012



Prüfung in landwirtschaftlichen Betrieben

Von Fritz Christ

Region
In drei landwirtschaftlichen Großbetrieben der Region erfolgte die Abnahme der praktischen Prüfungen von Landwirt-Auszubildenden aus dem Main-Kinzig-Kreis und dem Kreis Fulda.

Die Tätigkeit der Landwirte ist sehr vielfältig und erstreckt sich auf die Versorgung und Pflege von Tieren, auf die Acker- und Grünlandbewirtschaftung sowie auf den Umgang mit Maschinen und anderen technischen Einrichtungen. Zudem ist ein Landwirt stets der Witterung ausgesetzt. Die Landwirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung von der Handarbeit zu modernen Maschinen bis hin zur aktiven Gestaltung des Natur- und Umweltschutzes gemacht. Darauf verweist der Agrar-Ingenieur Toni Herr aus Petersberg, Ausbildungsberater des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen.

Unter seiner Leitung fand jetzt am Weiherhof im Schlüchterner Stadtteil Breitenbach die praktische Prüfung für Auszubildende im Berufsfeld Landwirt statt. Der landwirtschaftliche Großbetrieb von Uwe Uffelmann bietet hierfür optimale Bedingungen. Vom Familienbetrieb werden zurzeit 340 Hektar bewirtschaftet. 840 Tiere zählt die Familie Uffelmann ihr Eigen, davon 330 Milchkühe.

Absolventen
Die Ausbildung schlossen ab: Simon Albinger (Flieden), Sebastian Bien (Schlüchtern), Felix Fliedner (Gründau), Malin Hahn (Eiterfeld), Kilian Herget (Künzell), Frank Hohmann (Hilders), Anna-Sophie Hufnagel (Schlüchtern), Kevin Keiderling (Sinntal), Sabrina Leupolt (Fulda), André Limpert (Tann), Maximilian Müller (Steinau), Maximilian Poppendieker (Freigericht), Christoph Reußwig (Gelnhausen), Stefanie Riese (Jossgrund), Jochen Schleicher (Gersfeld), Marcel Schmitt (Freiensteinau), Tobias Seng (Hofbieber), Dominik Trost (Haunetal), Steffen Vogel (Nüsttal), Kevin Wehner (Hosenfeld), Johannes Witzel (Haunetal), Björn Wiesner (Sinntal).
Wie Herr erläutert, haben 22 Landwirte, darunter auch fünf Frauen, aus dem Main-Kinzig-Kreis und dem Kreis Fulda ihre Ausbildung an der Eduard-Stieler-Berufsschule in Fulda absolviert. In drei Ausbildungsjahrgängen seien insgesamt 60 Landwirt-Auszubildende an der großen Berufsschule mit mehr als 2000 Schülern. Nachdem den Auszubildenden bereits in der Berufsschule die theoretischen Prüfungen abgenommen wurden, erfolgten jetzt die praktischen in den Bereichen Tierzucht und Pflanzenbau. Im Bereich Tierzucht mussten die Prüflinge ihr Können in der richtigen Fütterung der Milchkühe und der Mastbullen, dem Melken sowie im Umgang mit den Tieren unter Beweis stellen. Zum Prüfungsausschuss gehört auch der Juniorchef des Breitenbacher Weiherhofes, Richard Uffelmann.

Auch im Heinfelderhof von Frank Amend in Steinau sowie im Aussiedlerhof von Ludwig Schöppner in Ulmbach wurden praktische Prüfungen abgenommen. „Der Landwirt muss heute ein Allroundkönner sein“, betont Toni Herr. Neben den eigentlichen landwirtschaftlichen Tätigkeiten seien kaufmännisches Denken, Mathematik, Tier-, Pflanzen- und Umweltschutz gefragt. Nach erfolgter Ausbildung besteht für die Landwirte die Möglichkeit zum Besuch der zweijährigen Fachschule mit dem Abschluss Betriebsleiter. Für die Absolventen mit Abitur ist das Studium der Agrarwissenschaft das Ziel.


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