Sangeslust Altengronau und Harmonie Mottgers feiern Chorgemeinschaft
Mottgers
Aus dem Männerchor Sangeslust Altengronau und dem Männergesangverein Harmonie Mottgers ist im September 2007 die Chorgemeinschaft Sinntal entstanden.
Aus diesem Anlass fanden jetzt im Dorfgemeinschaftshaus von Mottgers zwei Liederabende statt. Es gab viele Gründe für ein Zusammengehen der beiden Chöre, erläuterten die beiden Vorsitzenden Kurt Mack (Altengronau) und Hans Gibietz (Mottgers) ihre damalige Motivation. Mit nur drei Gegenstimmen in den beiden Vereinen seien die Abstimmungen eindeutig für eine Chorgemeinschaft Sinntal ausgefallen. Den Namen hätten die Verantwortlichen vorausschauend gewählt, damit auch noch Sänger aus anderen Sinntaler Ortsteilen dazustoßen könnten. Ein Dirigentenwechsel in der erst kurzen Geschichte sei eine Herausforderung gewesen, aber Heinrich Meininger passe musikalisch und menschlich gut zu der Chorgemeinschaft.
„Schön ist es, ein Sänger in Sinntal zu sein“, mit diesem musikalischen Gruß, den Musikdirektor Theo Kwiotek komponiert und Hans Gibietz getextet hat,wurde der Kommersabend eröffnet. Der Ambrosianische Lobgesang Sancta Maria und Hubert von Goiserns „Weit, weit weg“ waren die ersten Beiträge des Jubiläumchors, dem auch Pfarrer Stephan Gleim (Mottgers) und Pfarrer Wolfgang Bromme (Altengronau) zuhörten. Am E-Piano agierte Markus Heiliger. Die Eigenkomposition „Ich will Gottes Lieder singen“ von Wolfgang Bromme (er spielte Klavier sang dazu) kam sehr gut an.
Eindrucksvolle Chorwerbung
Sinntals Bürgermeister Carsten Ullrich (SPD) erkannte in seinem Grußwort einen Wink, dass er als Sänger geworben werden solle: An Stelle eines Rednerpults stand ein Notenständer vor ihm. Weitblick hätten die Verantwortlichen mit der Entscheidung für einen Zusammenschluss gezeigt, sagte Ullrich. Man habe sich nicht seinem Schicksal ergeben, sondern „aus der Not eine Tugend gemacht“ und die Chorgemeinschaft Sinntal auf den Weg gebracht. Mottgers und Altengronau hätten keine Vereine verloren, die so wichtig für die Dörfer und auch Kulturträger seien. Der Heimatpflege, aber auch der Pflege des deutschen Liedgutes habe sich die Sängerfamilie verschrieben. Die Gesangvereine seien überdies „die größte Bewegung nach Turnvater Jahn“.
Der Mottgerser Ortsvorsteher Uwe Sperzel gratulierte der erfolgreichen Chorgemeinschaft, und sein Altengronauer Kollege Eugen Schüßler, selbst aktiver Sänger, sah ein hohes gesangliches Niveau. Seinen Kollegen wünschte er Harmonie und Sangeslust. Das abwechslungsreiche Programm am Kommersabend gestalteten neben der Chorgemeinschaft Sinntal die Chorgemeinschaften Zeitlofs-Rupboden (Dirigent: Fritz Müller), Elm (Walther Darmstadt), die Vereine Vorwärts Steinau (Dirigentin: Karoline Münzel) und die Harmonie Ulmbach (Uwe Bäbler) sowie Heinrich Meininger als Solist mit russischen Weisen auf dem Knopfakkordeon.
Für den zweiten Liederabend hatten sich die Sinntaler Sänger den Gesangverein Weißenbach (Dirigent: Heinrich Meininger), den gemischten Chor Degenfeld Vollmerz (Antje Hartelt), den Gesangverein Eintracht Oberzell (Hans-Peter Bechtel) und den Männergesangverein Liederkranz aus Burgsinn mit Dirigent Harald Hofbauer eingeladen.
Das Liederfest zum nunmehr fünfjährigen Bestehen der Chorgemeinschaft Sinntal geriet in Mottgers zu einer eindrucksvollen Werbung für den Chorgesang.
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