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27. Juni 2012



Schüssler erläutert Planungsvariante für Ausbau des Bahnhofs

Von Andreas Ungermann

Sterbfritz
Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Sinntal hat der Erste Beigeordnete Heinrich Schüssler (SPD) eine mögliche Variante für die Sanierung des Sterbfritzer Bahnhofs vorgestellt.

Mehr als zwei Jahre sind vergangen, seit die BWG-Fraktion im November 2009 die Kostenermittlung für den Ausbau der Bahnsteiganlage am Bahnhof in Sterbfritz beantragt hat. Nun hat Sinntals Erster Beigeordneter Heinrich Schüssler in Vertretung für Bürgermeister Carsten Ullrich (SPD), der wegen eines Termins mit dem Schulstreit-Mediator Eberhardt Luft verhindert war, eine Planungsvariante vorgestellt.

Demnach wurde aus Kostengründen auf die Sanierung des Hausbahnsteigs komplett verzichtet. Da ein barrierefreier Ausbau des provisorischen Bahnsteigs zwischen den Gleisen 2 und 3 nicht möglich ist, laufe es auf den Bau eines neuen Außenbahnsteigs auf dem nicht mehr benötigten Gleis 4 hinaus. „Grundsätzlich stellt der Planungsvorschlag eine pragmatische Lösung dar, bei der auch die Barrierefreiheit berücksichtigt wird“, zog Schüssler ein Fazit.

Ganz unproblematisch dürfte die Planung dennoch nicht verlaufen. Denn: Zum einen lässt sich die Parksituation gerade für gehbehinderte Menschen nicht optimal gestalten. Allein ein entsprechender Gehweg samt Rampe müsste eine Gesamtlänge von 102 Metern haben. Zum anderen reichen die angrenzenden gemeindeeigenen Grundstücke nicht aus, um die Anforderungen der Deutschen Bahn an einen Bahnsteig zu erfüllen. Der muss laut Schüssler eine Nutzlänge von 140 Metern, eine Breite von 2,75 Metern sowie eine Höhe von 0,75 Metern über der Schienenoberkante aufweisen. Für die Kommune würde dies bedeuten, dass sie zwecks Grundstücksankäufen zunächst mit Anwohnern verhandeln müsste. Für diese Planungsvariante hat die Gemeinde Sinntal in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro die Gesamtkosten (inklusive Nebenkosten) auf 743 000 Euro kalkuliert. Die Baukosten samt Bahnsteigausstattung und Bauprovisorien bezifferte Schüssler auf 604 000 Euro.

Unklar ist indes noch, wie hoch mögliche Förderungen ausfallen könnten. „Unter Umständen könnte der Vorschlag förderfähig sein, wobei noch ausführliche Gespräche mit Hessen Mobil, der Bahn und auch der Kreisverkehrsgesellschaft notwendig wären“, erläuterte Schüssler, der davon ausgeht, dass sich „die Förderquote im unteren Bereich bewegen dürfte, da eine deutliche Abweichung vom Regelausbau vorliegt“.


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