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23. Juni 2012



Schulleiter Reinsel übergibt „Staffel“ an seine Nachfolgerin

Von Benjamin Baier

Sterbfritz
Nach zehn Jahren geht die Ära des Schulleiters der Mittelpunktschule Kinzigquelle, Douglas Reinsel, zu Ende. Er übergibt zu Beginn des neuen Schuljahrs sein Amt an die 35-jährige Janet Weigand.

„Bye, Bye, Herr Reinsel“, sangen die Schüler der Grundschule Kinzigquelle zur Verabschiedung ihres Schulleiters Douglas Reinsel (62 Jahre). In ihrer Projektwoche hatten sie das Lied zur Melodie des Hits „Bye, Bye, Love“ der Everly Brothers einstudiert.

„Douglas Reinsel ist ein klarer, nüchtern entscheidender Mensch, der aber auch mal zur Impulsivität neigt“, beschrieb Joachim Pfannmüller den Schulleiter in seiner Rede. „Er ist immer für seine Schüler und Kollegen da gewesen und handelte stets aus pädagogischer Überzeugung.“ Statt seines Werdegangs bot Pfannmüller dem gelernten Industriekaufmann und Automobilliebhaber Reinsel ein Hör-Memory, bei dem er Motorengeräusche erraten musste.

Anschließend folgte Reinsels Verabschiedung, und die neue Schulleiterin Janet Weigand wurde vorgestellt. Die gebürtige Elmerin unterrichtete zuletzt an der Montessori-Schule in Frankfurt. „Also Ich werde niemals Autos am Klang erkennen können“, scherzte die zukünftige Schulleiterin. „Mir ist bewusst, dass ich in große Fußstapfen trete, aber ich bin höchst motiviert, konstruktive Arbeit zu leisten und die Herausforderungen zu meistern, die sich für mich ergeben.“

Anschließend trat Anneli Simon, Lehrerin an der Mittelpunktschule Kinzigquelle, als Bergsteigerin verkleidet auf. Sie verglich den Weg eines Schulleiters mit dem Besteigen eines Berges. So gebe es gut begehbare Teilstücke, aber auch viele Hindernisse mit fast nicht zu bewältigenden Unwägbarkeiten. „Und wir, also das Kollegium, sind immer tapfer mitmarschiert. Danke für die 10-jährige Wanderung“, schloss Simon ihren Vortrag. Die Elternbeiratsvorsitzende Kerstin Sippel bedankte sich bei Reinsel für seinen guten Kontakt zum Elterbeirat, der stets von gegenseitigem Respekt geprägt gewesen sei. Für große Erheiterung sorgte der zweite Auftritt von Anneli Simon, bei dem sie als Reinigungskraft auftrat und in Sinntaler-Dialekt einen lustigen Einblick in das Schulgeschehen gab.

Dann traten die Lehrerinnen der Schule auf und sangen ein selbst gedichtetes Lied zur Melodie „Das bisschen Haushalt“ von Johanna von Koczian. „Was der Chef sagt, das stimmt haargenau, wir müssens wissen, wir sind ja die Fraun“, lautete der Refrain, der für viele Lacher sorgte.

Dann wurde es aber wieder ernst, als der scheidende Schulleiter Reinsel erneut das Wort ergriff und sich beim kompletten Personal der Schule und den Schülern „für eine großartige Zeit“ bedankte. „Herr Pfannmüller und Frau Chiapperini vom Staatlichen Schulamt haben mich eingestellt und verabschieden mich nun auch wieder.“, sagte der sichtlich bewegte Schulleiter. Als Höhepunkt übergab er symbolisch – als eine Art Staffelstab – das Schulprogramm an die neue Schulleiterin Janet Weigand.


Leser-Kommentare ( 8 )
  • Occupy (366) | 24. June 2012;24.06.2012;1340540760 --> 24 Juni 2012
    Zu meiner Schulzeit...

    ...hätte man mich mit einer solchen Haartracht wie die Herren Pfannmüller & Reinsel aus dem Schultempel gejagt, aber schon von zuhause aus stand so eine "Matte" damals bereits unter Strafe. Wie schön, dass die Hippies jetzt den Marsch durch die Instanzen geschafft und in Lehr- und Schulämtern gelandet sind, die aber wohl nur Biotope für die Besonderen sind und keinesfalls den Anforderungen (auch an den Haarschnitt!) der realen Arbeitswelt entsprechen.

  • Durchblick (80) | 25. June 2012;25.06.2012;1340601188 --> 25 Juni 2012
    Häh???

    Was sind Sie denn für einer??? Haben Sie wenigstens gedient grinsen???

  • Occupy (366) | 25. June 2012;25.06.2012;1340622924 --> 25 Juni 2012
    Melde gehorsamst...

    ...lange vor diesem Spieß mit seinem Kommisston extralange Haare durch den harten und damals ultralangen Zivildienst getragen zu haben, was wirklich Dienen hieß, im Gegensatz zum stupiden Befehlsgehorsam. Und sind denn beim Militär neuerdings verwegen-ausufernde Haartrachten erlaubt? Dann sollten sch unsere beiden Schuldiener gleich dort melden!