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30. Juli 2012



Schulschließungen: Blogbeitrag sorgt für Unmut

KN

Schlüchtern
Ein Blogbeitrag des Schuldezernenten Matthias Zach (Grüne) sorgt für Unmut bei der CDU-Kreistagsfraktion. Zach habe sich für die Schließung von Grundschulen im Bergwinkel ausgesprochen und von „fehlender Zukunftsperspektive“ geschrieben.

Dass solche Äußerungen nun ausgerechnet während des laufenden Mediationsverfahren getroffen werden, verärgert die CDU, da es in der Vergangenheit gerade Matthias Zach gewesen sei, der sich während des Mediationsverfahrens jegliche Kommentare zum Thema Schulschließungen verbeten habe.

„Das Mediationsverfahren soll dazu dienen, die hochgekochten Emotionen wieder auf die sachliche Ebene zurückzuführen und nicht die betroffenen Eltern, Schüler und Lehrer zusätzlich zu verunsichern“, erläutert der bildungspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion Markus Jung. Dazu gehöre eben auch, dass das Mediationsergebnis abgewartet werde und der Schuldezernent nicht von außen versuche, Einfluss auf den Mediator zu nehmen.

„Wir alle kennen die verheerenden Schulschließungspläne von Matthias Zach. Dies gilt auch für den Mediator. Es gibt keinen Grund dazu, erneut in das laufende Mediationsverfahren einzugreifen“, so Jung. Verwundert über die Äußerungen Zachs zeigt sich auch der Fraktionsvorsitzende der CDUKreistagsfraktion Michael Reul. So habe Zach in seinem Blogbeitrag davon geschrieben, dass seine Pläne zum Schulentwicklungsplan in dieser Form in der Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern erörtert und letztlich dann gemeinsam so beschlossen worden seien.

„Wir alle haben die Reaktionen des sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Heinz Lotz im Kopf, der sein Entsetzen über die Schulschließungspläne kaum verbergen konnte. Auch der Wächtersbacher Bürgermeister Rainer Krätschmer wirkte ziemlich konstatiert, als er aus der Presse von Herrn Zachs Pläne erfahren musste, eine neue Oberstufenschule zu bauen und auf die Erweiterung der Friedrich-August-Genth Schule zu verzichten. Dass Herr Zach nun davon spricht, das Thema sei in der Koalition so beschlossen worden, wirft ein völlig neues Licht auf die gesamte Angelegenheit“, so Reul weiter.

Vor diesem Hintergrund äußerten sich Reul und Jung besorgt darüber, ob das Mediationsverfahren überhaupt zu einer Veränderung des Schulentwicklungsplans führen könne. Dass sich die gesamte Koalition in dieser Thematik noch einmal bewegen werde, sei mehr als fraglich.

Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Mediationsverfahren sei laut Pressemitteilung nach Ansicht der Christdemokraten jedoch, dass der Schuldezernent endlich damit aufhöre, beständig Öl in das bereits lodernde Feuer zu gießen. 


Leser-Kommentare ( 6 )
  • Occupy (366) | 30. July 2012;30.07.2012;1343633344 --> 30 Juli 2012
    Der Einzige....

    ...der keine Zukunftsperspektive hat - zumindest nicht als Kreispolitiker - ist Herr Zach selbst. Seine Dickfelligkeit und die schützende Hand seines urlaubenden Landrats bewahren ihn vor der Erkenntnis, fehl am Platz zu sein. Wie lange müssen wir dieses Schulbeispiel für eine Fehlbesetzung noch bezahlen?

  • Citybewohner (79) | 30. July 2012;30.07.2012;1343644386 --> 30 Juli 2012
    Untragbar

    So jemand ist doch eigentlich untragbar für eine Partei

  • quicknick (3) | 30. July 2012;30.07.2012;1343653245 --> 30 Juli 2012
    Betroffener

    Wenn ich einen solchen Text lese, wie den von Herrn Zach, dann tut das einfach nur weh. Es geht hier um unsere Schulen und unsere Kinder und die sollen einfach weg rationalisiert werden. Hoffentlich wird diese ganzen Wahnsinn noch Einhalt geboten!