Steinmetz-Azubi gestaltet Stein für die Ortseinfahrt
Brigitte Betz
Altengronau
Steinmetz-Azubi Alexander Trunk hat für den Verkehrs- und Heimatverein Altengronau einen Stein gestaltet. Er heißt nun am Ortseingang in Höhe des Naturschwimmbades Radler und Wanderer willkommen.
Der Verkehrs- und Heimatverein Altengronau im Naturpark Spessart hat sich vorgenommen etwas mehr Schwung in den Verein und den örtlichen Fremdenverkehr zu bringen. Die Idee, die Rad- und Wanderwege an den Ortseingängen etwas ansprechender zu gestalten, konnte an dem Radweg R2 in Höhe des Naturschwimmbades schon verwirklicht werden.
Stolz präsentierte der Vereinsvorsitzende Roland Ulrich das am letzten Wochenende fertiggestellte Projekt: einen bildhauerisch gestalteten Stein. Und alle, die an der Idee, Planung und Ausführung des Projekts beteiligt waren, sind dankbar und voll des Lobes über den Altengronauer Alexander Trunk, der die Arbeit ausführte.
Der 18-jährige Alexander Trunk macht seine Ausbildung zum Steinmetz bei der Firma Frank Kratzenberger in Steinau, ist im dritten Lehrjahr und absolviert Ende Mai seine Gesellenprüfung. Die Bitte und für ihn auch Herausforderung, einen solchen Stein für den Verkehrsverein herzustellen, hat er gerne angenommen, weil es ihm, wie er sagt, einfach Spaß macht, etwas zu gestalten. Und obwohl er kurz vor der Gesellenprüfung steht, hat er sich eine Woche Urlaub genommen, um den Stein rechtzeitig vor der Prüfung fertig stellen zu können – ohne Entgelt, aber mit wenigsten einer Mahlzeit am Tag. Für ihn war es vielleicht auch ein Einstimmen darauf, was er nach bestandener Prüfung tun möchte, nämlich einer alten Handwerkertradition folgen und auf die Walz gehen. Die Wanderschaft der Handwerksgesellen, im Volksmund „Walz“, von Wandergesellen „Tippelei“ genannt, bezeichnet die (mindestens drei Jahre und einen Tag dauernden) Reisejahre, die ein Handwerksgeselle antreten kann. Wenn alles planmäßig läuft, wird man Trunk lange nicht in Altengronau sehen, denn er darf sich seiner Heimat nur auf fünfzig Kilometer nähern. Das erste Jahr muss er in Deutschland bleiben. Dann würde er gerne nach Frankreich und in die USA „walzen“. Den Stein hat er in Altengronau rechtzeitig gesetzt, und der Vekehrs- und Heimatverein wünscht ihm für sein Vorhaben „gutes Gelingen“.
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