Fulda +14°/+4°C
Social Plugins können Daten übertragen (siehe Datenschutzbestimmungen)
4. August 2012



Stigmatisierte Hundehalter?

hgs

Bad Soden-Salmünster
Wie andernorts auch, gibt es auch in der Kurstadt immer wieder Beschwerden über Hundekot auf Gehwegen durch allzu „liberale“ Hundehalter. Doch im Rathaus trudeln mitunter auch ganz andere Eingaben ein.

So echauffierte sich ein Bürger aus Ahl in einem Schreiben an die Stadtverwaltung, deren wiederholte Aufforderung an Hundehalter, Verunreinigungen ihrer Tiere zu beseitigen, beträfe die meisten Hundehalter nicht, würde diese aber stigmatisieren. So habe er „trotz erhöhter Aufmerksamkeit“ keinen Hundekot auf Gehsteigen und Wegen entdecken können. Wenn dennoch jemand in solchen trete, dann „hat er nicht geguckt“. Außerdem seien „die angesprochenen Hunde durchgeimpft“.

Die Behauptung, dass Hunde Träger von krank machenden Keimen seien, „ist größtenteils falsch und schürt nur Angst und Unsicherheit. Daran ist noch keiner gestorben, wohl aber an resistenten Keimen“, betont der Senior aus Ahl. Und: „Sorgen Sie lieber für einen Hundespielplatz, der wird von den Benutzern, wie an anderer Stelle bewiesen, sauber gehalten.“

Nach Auskunft der Verwaltung hat sich das Stadtparlament aufgrund von Bürgerbeschwerden zuletzt 2010 intensiv mit freilaufenden Hunden, Verunreinigungen durch Hundekot und der Gefährdung von Menschen befasst. Während dieser Debatte habe sich gezeigt, dass sich Hundehalter und Beschwerdeführer bisweilen „geradezu feindlich“ gegenüberstehen. Daher sei das Rathaus beauftragt worden, mittels Aufklärung tätig zu werden.

Das Ordnungsamt appelliere deshalb freundlich an das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter und weise gleichzeitig auf geltende Regelungen hin. Viele Hundehalter würden sich ohnehin rücksichtsvoll verhalten. Ziel sei es, möglichst alle Hundehalter dazu zu bewegen, ihre Mitmenschen nicht durch die Hunde oder deren Hinterlassenschaften zu stören.
Wenn sich ein Bürger durch die Veröffentlichungen im Amtsblatt stigmatisiert fühle, „so ist dies bedauerlich“, lässt Bürgermeister Lothar Büttner (parteilos) mitteilen. Aus Sicht des Ordnungsamts sei aber der Hinweis, dass derjenige, der in Hundekot „getreten ist, selber schuld ist, nicht akzeptabel“. Verantwortungsvoll wäre es, wenn der Hundehalter den Hundekot entferne und so dafür sorge, dass dieser für niemanden zum Ärgernis werde. 


Leser-Kommentare ( 00 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden