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6. August 2012



Theaterensemble „feelX“ sammelt Geld für das Denkmal der tapferen Frauen

ls

Bad Soden
Eine wüste Räuberhorde trieb beim Salmünsterer Altstadtfest ihr Unwesen. Sie suchte Geschäfte heim, „pöbelte“ Passanten an und freute sich am Abend über einen vollen Geldsack zu Gunsten des Denkmals der tapferen Frauen von Salmünster.

„Ich hab sie gefangen und übergebe sie dem Herrn Bürgermeister!“, rief Felix Wiedergrün in der Kleidung eines Stadtbüttels aus früherer Zeit, eine Horde schimpfender und fluchender zwielichtiger Gesellen an einem Strick hinter sich her ziehend, mitten in die beginnende Eröffnungsrede des Stadtoberhaupts von Bad Soden-Salmünster.

 Doch die Freude hielt nicht lange an, denn nach kurzer Zeit hatten sich die windigen Gesellen befreit, und Bürgermeister Lothar Büttner und Felix Wiedergrün, Chef des Theaterensembles „feelX“, fanden sich in Stricken wieder. Natürlich dauerte die Gefangenschaft nicht lange, denn mit Unterstützung von Stadtrat Edgar Kleespies, seines Zeichens Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, klärten die Räuber über ihre Ziele auf, Büttner gab sein Geldsäckchen ab und war somit wieder ein freier Mensch.

„Rauben“ für einen guten Zweck

Das Ensemble feelX sammelt Geld, um das „Denkmal der tapferen Frauen von Salmünster“ zu vervollständigen. Seit einigen Jahren steht nämlich eine „Bienenfrau“ allein auf dem Platz am Untertor. Komplett ist das Denkmal aber erst, wenn zwei weitere ergänzt werden. Für deren Finanzierung – sie kosten rund 37 000 Euro – hat sich das Ensemble vorgenommen, auf verschiedene Arten Geld zu sammeln. Einen beträchtlichen Teil wird auch die Jagdgenossenschaft Salmünster übernehmen. Die Amateurtheatergruppe nahm nun das Altstadtfest zum Anlass für die besondere Aktion. Sie „überfielen“ nach vorheriger Absprache einige Geschäfte, nahmen deren Chefs, Mitarbeiter oder Auszubildende gefangen, stießen Furcht erregende Flüche und Drohungen aus und ließen ihre Opfer erst wieder frei, nachdem diese Geld in den Spendensack geworfen hatten.

Das öffentliche Auszählen ergab zusammen mit bereits vorab getätigten Überweisungen 1261,62 Euro – und eine D-Mark. Mit weiteren Münzen und kleinen Scheinen erhöhten Passanten den Betrag auf 1306 Euro. Der Verein für Tourismus und Wirtschaftsförderung (VTW) als Veranstalter des Altstadtfestes rundet auf 1500 Euro auf, so dessen Vorsitzender Peter Sperzel. 


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