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11. August 2012



Tor aus Schmiedeeisen schmückt Zugang zum Schloss

lis

Das schmiedeeiserne Tor im neuen Zugang zum Huttenschloss in Bad Soden von der Romsthaler Straße aus hat die Arbeiten zum Erhalt des Bauwerks in Stück weiter gebracht. Am Freitagvormittag wurde es seiner Bestimmung übergeben.

„Schlossherr“ Gerhard Stock, der seit 1992 bis Ende 2011 gemeinsam mit seinen Männern schon knapp 22.000 Stunden ehrenamtlich im, am und für das Schloss gearbeitet hat, strahlte mit der Sonne um die Wette als er am Freitag neben Landrat Erich Pipa (SPD), Bürgermeister Lothar Büttner (parteilos), Nachbarin Barbara Stupp, die die Wiederherstellung des Zugangs ermöglicht hat, einige Gäste begrüßte. Stock erinnerte an die große Freude, die in erfasst habe, als er im Dezember einen Brief von Landrat Pipa mit der Zusage über 5000 Euro Zuschuss für das Huttenschloss erhielt. Stock: „Damit war die Finanzierung des Tores gesichert.“

Die offizielle Übergabe wollte Stock nicht allein genießen, sondern er bat seine Arbeitsgruppe mit Karl-Heinz Noll, Heinrich Hild, Wolfgang Nill und dem jüngsten Mitarbeiter Julian Bacher dazu. Auch die Handwerker wie zum Beispiel  den Maler Honikel (der Betrieb arbeitete schon um das Jahr 1870 im und für das Schloss), oder den „Hausschlosser“ Karl Weber hatte er ebenso zu dem Termin gebeten wie den Architekten  Jo Wolf (Denkmalbeirat). Vom Lions Club Schlüchtern, der 500 Euro gespendet hatte, waren Paul von Liebieg und Karl-Heinz Wallbrecht anwesend. „Ich will mich für das Schloss einsetzen, so lange mich meine Füße tragen“, sagte Stock. Und er bat, an das Huttenschloss zu denken, wenn es wieder um Gelder aus der Denkmalpflege gehe.

Ein Ereignis an dem wieder hergestellten Tor sei sogar in der Literatur verewigt: Der Fuldaer Schriftsteller Heinrich König habe im 19. Jahrhundert in einer Novelle vom tödlichen Streit zweier junger Sodener Männer um eine im Schloss lebende junge Dame berichtet.

Einmütig würdigten Büttner und Pipa den ehrenamtlichen Einsatz der Männer um Gerhard Stock seit nunmehr zwei Jahrzehnten. Es sei jedes Jahr beim Schlossfest am Radfahrsonntag eine Freude, sich vom Fortschritt der Arbeiten überzeugen zu können. Wenn in seinem Amt mal nachgefragt wurde, was in dem alten Gemäuer geschehe, habe er stets sagen können: „Ich war dort, das ist in Ordnung“ berichtete Pipa. Der Landrat dankte im Namen des Main-Kinzig-Kreises „für dieses tolle bürgerschaftliche Engagement“.    


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