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24. Juni 2012



U 3-Anbau so gut wie beschlossen

Fleschenbau
Die Freiensteinauer Gemeindevertretung wird voraussichtlich am kommenden Dienstag den Anbau an den Kindergarten Arche Noah für die U 3-Betreuung beschließen.

Bau- und Planungs- sowie Haupt- und Finanzausschuss gaben in einer gemeinsamen Sitzung in Fleschenbach jeweils einstimmig diese Beschlussempfehlung. Ohne große Diskussion wurde in der Ausschusssitzung am Mittwoch im Fleschenbacher Dorfgemeinschaftshaus die Vorlage des Gemeindevorstandes abgesegnet. In mehreren Sitzungen von Ausschüssen und Plenum waren in den vergangenen Monaten die offenen Fragen geklärt worden – bis auf eine.

CDU-Fraktionschef André Heil wollte wissen, inwieweit die bereits entstandenen Planungskosten in den Zahlen der Vorlage enthalten sind. Laut Bürgermeister Friedel Kopp (parteilos) sind bislang 18 000 Euro für die Leistungsphasen 1 bis 3 angefallen. Wie diese bei der Auftragsvergabe letztlich zu berücksichtigen sind, müsse aus vergaberechtlichen Gründen noch geklärt werden. Kopp: „Der Gemeindevorstand wird eine möglichst günstige Lösung umsetzen. Bei beiden vorliegenden Planungen müssen allerdings noch Änderungen vorgenommen werden.“

In der dem Plenum einstimmig zur Annahme empfohlenen Beschlussvorlage ist die Rede von einem Anbau zur Betreuung von zehn Kindern. Das Raumprogramm umfasst Gruppenraum, Ruheraum, Bewegungsraum, Sanitär- und Wickelraum sowie weitere Nebenräume mit einer gesamten Netto-Nutzfläche von etwa 155 Quadratmeter.

Ausgeschrieben werden soll auf Basis einer Holztafelbauweise und alternativ in Massivbauweise. Die Kosten dürfen 400.000 Euro nicht übersteigen. Zudem soll beim Vogelsbergkreis eine Förderung aus dem Landesprogramm 2013 beantragt werden – dies ist bereits erfolgt, vorbehaltlich des Beschlusses am Dienstag. Etwa 150 000 Euro erwartet die Gemeinde an Zuschüssen.

Bürgermeister: „19 weniger 9 ergibt 10“

Diese Zahl basiert an einem Bedarf von zehn Plätzen. Ob dieser vom Jugendamt anerkannt werden wird, bleibt abzuwarten. „Das wird noch einen Streitpunkt geben“, räumte Kopp gegenüber unserer Zeitung ein. Eine vom Jugendamt des Vogelsbergkreises ausgewertete Elternumfrage gehe davon aus, dass im Blauen Eck 19 U 3-Plätze benötigt werden. Zwölf davon sollen über die Tagespflege abgedeckt werden, so dass sieben Kleinkinder in der Arche Noah betreut werden müssten. „Das sind die Zahlenspiele des Jugendamtes. Wir wollen eine Förderung für mindestens zehn Plätze. Zwölf Tagespflegeplätze sind unrealistisch“, gibt sich der Rathauschef kämpferisch.

Demnach darf jede Tagesmutter – oder jeder Tagesvater – maximal drei Mädchen und Jungen aufnehmen. Zur Zeit gebe es in der Gemeinde aber nur eine Tagesmutter, zwei weitere seien in der entsprechenden Ausbildung. Kopps Rechnung: „Das sind maximal neun. 19 minus 9 – da bleiben zehn übrig.“ In der Beschlussvorlage steht zudem, dass für die laufenden Betriebs- und Personalkosten gegenüber dem Land beziehungsweise dem Bund ein Kostenausgleich geltend zu machen und gegebenenfalls auch rechtlich durchzusetzen sei.


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