Windräder im Hallo und Auf der Haid genehmigt
Von Walter Kreuzer
Freiensteinau
Jetzt ist es amtlich: Das Regierungspräsidium Gießen hat beide in der Freiensteinauer Gemarkung geplanten Windparks genehmigt. Im Hallo und Auf der Haid dürfen elf Windenergieanlagen (WEA) vom Typ Enercon E-101 mit einer Gesamthöhe von 186 Metern gebaut werden.
Zufriedenheit und Erleichterung war Michael Häußer anzumerken, als er gestern Nachmittag die Neuigkeit verkündete: „Heute ist die Genehmigung für den Hallo eingegangen“, teilte der Luftstrom-Geschäftsführer mit. Bekanntlich hatte die in Freiensteinau ansässige Firma Luftstrom Windwald Blaues Eck GmbH & Co. KG im April 2011 den Bau von neun WEA auf einer der Gemeinde Freiensteinau gehörenden Fläche in der Gemarkung Hallo des Kernortes beantragt. Das Verfahren hat sich unter anderem wegen einer Verwaltungsgerichtsklage des Vereins Motorflug Fulda verzögert. Vor zwei Wochen verlautete aus Gießen, dass bis Ende Oktober mit der Genehmigung zu rechnen sei (wir berichteten exklusiv).
Damals zeichnete sich bereits ab, dass nicht alle neun von Häußer – und der Gemeinde als an den Einnahmen beteiligter Verpächter der Grundstücke – gewünschten neun Windräder erlaubt würden. „Wir dürfen sieben Anlagen vom Typ Enercon E-101 mit jeweils drei Megawatt Leistung bauen“, bestätigte jetzt der Investor, dass zwei Standorte gestrichen wurden. Hintergrund ist zum Einen die Platzrunde des Sonderlandeplatzes im benachbarten Hosenfelder Ortsteil Jossa. Und zum Anderen wurde offenbar aus Vogelschutzgründen eine weitere Anlage nicht genehmigt.
Die von Luftstrom geplanten Windräder werden eine Gesamthöhe von 186 Metern haben – die Türme sind 135,70 Meter hoch, die Rotoren sind 50,5 Meter lang. Auf einen Zeitplan für die Umsetzung wollte sich Häußer am Donnerstag noch nicht festlegen. Ein solcher könne nun erst erstellt werden. Er räumte aber ein, dass sich Luftstrom die Anlagen bereits durch einen Vorvertrag gesichert habe.
Neben dem Bau des Windwaldes, dessen Investitionsvolumen sich in der Größenordnung von mehr als 30 Millionen Euro bewegen dürfte, hat Luftstrom weitere Vorhaben. Häußer: „Wir werden ein eigenes Umspannwerk bauen.“ Den vorgesehenen Standort wollte er nicht konkret nennen. Dieser befinde sich jedoch „im Umkreis von sieben Kilometer zum Hallo“. Derzeit werde der Bauantrag fertiggestellt. Mit Luftstrom Umspannwerk Freiensteinau wurde für den Betrieb dieser Einrichtung eine weitere Firma mit Sitz in Freiensteinau gegründet.
Gut möglich, dass in dem Umspannwerk auch Strom vom Windpark Auf der Haid der Firma Rudewig & Lompe – dort sollen die alten Anlagen durch vier moderne ersetzt werden – verarbeitet wird. „Deren Genehmigung ist am Mittwoch eingegangen“, erzählte Häußer und bestätigte zugleich Gespräche mit Rudewig. Allerdings sei da „nichts konkret“. Im Sommer hatte Michael Rudewig gesagt, dass er noch keine Einigung mit dem Energieversorger OVAG über den Einspeiseort erzielt habe.
Leser-Kommentare ( 1 )
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Occupy (367) | 19. October 2012;19.10.2012;1350640230 --> 19 Oktober 2012
Aber hallo!
Das ging ja wie der Wind, und demnächst rotieren also hier vernünftigerweise die Windräder. Währenddessen versuchen in der Noch-Kurstadt BSS (um ihren Geldbeutel) "besorgte Bürger" die Errichtung von WKA zu verhindern mit dem Vorwand, den siechen Kurstadtteil weiter am Leben erhalten zu müssen. Lob nach Freiensteinau!








