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1. Oktober 2012



Ziegler von Vorwürfen "mehr als entsetzt"

KN

Bad Soden-Salmünster
„Mehr als entsetzt“ ist der SPD-Stadtverordnete und Vorsitzendes des Finanzausschusses, Stefan Ziegler, über die Ausführungen der Kurstadt-CDU, die Vorwürfe von Werner Auhl in einem KN-Leserbrief sowie über Berechnungen von Winfried Ottmann, Vorsitzender des TV Salmünster.

Alle Angesprochenen wollen laut Ziegler „40 Jahre nach der Zusammenlegung immer noch die Bevölkerung in Salmünsterer und Bad Sodener aufteilen und haben nicht verstanden, dass Bad Soden-Salmünster eine Stadt ist“. Ein gutes Beispiel für das Zusammenwachsen erlebe er als Mitglied des Sportvereins Salmünster. Wenn Jugendliche aus Bad Soden, Salmünster und dem Huttengrund einem gemeinsamen Jugendfußballverein angehören und „ein Salmünsterer Jugendlicher sein Heimspiel auf dem Sportgelände an der Bad Sodener Bornwiese austrägt, können die Jugendlichen aus der Gesamtstadt in Bad Soden sicher auch gemeinsam Schwimmen lernen“.

Für eine Stadt mit knapp 14.000 Einwohnern reicht laut Stefan Ziegler ein Hallenbad aus. Mit der Spessart-Therme verfüge die Stadt über ein Hallenbad, welches im Rahmen eines Um- sowie Neubaus des Bewegungsbeckens auch die wichtigsten Funktionen der Kleinschwimmhalle übernehmen könne. Außerdem verweist der Sozialdemokrat Ziegler auch darauf, dass „ein Bad wesentlich günstiger betrieben werden kann als zwei Bäder“. Insoweit sei die Entscheidung des Stadtparlaments gerechtfertigt.

Auf die Berechnungen von TVS-Chef Winfried Ottmann (KN vom 28. September) entgegnet Ziegler: „Sollten wider Erwarten alle Zuschüsse verloren gehen, so wären die Bauzuschüsse von zwei Millionen Euro für die Kleinschwimmhalle binnen weniger Jahre bereits von den jährlichen Betriebskosten aufgefressen, welche im Betriebszeitraum von 25 Jahren zwischen 6,25 und 10 Millionen Euro liegen würden“. Vor diesem Hintergrund seien die Hinweise Ottmann zu Zuschüssen „wenig hilfreich“, wenn es um die Folgekostenentscheidung gehe, so Ziegler.

Tatsache sei, dass sich die Kurstadt Betriebskosten-Beihilfen von jährlich bis zu  400.000 Euro nicht leisten könne und erhebliche Risiken im Bereich der Baukosten bestünden. So sei bekannt, dass beispielsweise die Sanierung des Hallenbads in Erlensee nicht wie ursprünglich geplant 1,8 Millionen, sondern am Ende etwa 7 Millionen Euro gekostet habe. Auch wenn für den Umbau an der Spessart-Therme ebenfalls Baukostenrisiken bestünden, so sei „festzustellen, dass sich diese nur noch auf ein Hallenbad beziehen“. Dies entspreche der Bündelungsvorgabe der Kommunalaufsicht.   


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