Erfolgsmusical „Die Päpstin“ ist wieder da
Von Anke Zimmer
Fulda
Ein Jahr Warten ist lange genug: Das Erfolgsmusical „Die Päpstin“ ist wieder da. Mit der Premiere heute Abend im Schlosstheater Fulda startet die spotlight-Produktion nach dem Roman von Donna W. Cross in ihre zweite Spielzeit.
Und diese ist bereits jetzt ein Erfolg: 90 Prozent Auslastung wurde vor dem Start erreicht, Zusatztermine sind inzwischen anberaumt. Und die Generalprobe am Donnerstagabend bewies: Ein Besuch lohnt sich. Auch für diejenigen, die das Stück im vergangenen Jahr schon gesehen haben. Denn es hat sich einiges geändert.
In der Hauptrolle gewohnt souverän: Sabrina Weckerlin, die diesmal als junge Johanna ausgelassener agiert als 2011 und auch in den Rom-Szenen eine Lockerheit an den Tag legt, die ihrer Figur sehr zugute kommt. Die als Mann und Mönch verkleidete Frau, die sich zwischen ihrer Berufung und ihrer Liebe entscheiden muss, rückt dem Zuschauer dabei ein Stückchen näher.
Apropos Liebe: Mathias Edenborn gab bereits vor einem Jahr den Markgrafen Gerold mit Sympathie, Besonnenheit und Verständnis, die den Zwist Johannas, sich zwischen ihm und dem Papst-Amt entscheiden zu müssen, erst glaubhaft machen. Mehr noch: Die diesmal geänderte Personenführung, die neuen Dialoge und innigen, aber nicht platten Szenen zwischen den Liebenden geben ihrem Konflikt mehr Dynamik.
Beliebte Songs sind alle mit dabei
Neu bei der „Päpstin“ unter anderem: Lutz Standop als manipulierender Anastasius, Andrea Pagani als dessen Vater Arsenius, Claus Dam als Aeskulapius, Mara Dorn als Mutter und Mariosa und Kristian Vetter (Dorns Ehemann im realen Leben) als Vater und Papst.
Warum ändern, was sich bewährt hat? Die beim Publikum beliebten Songs sind alle mit dabei - vom finsteren „Wechselbalg“ (Vetter) über das wunderschöne „Hinter hohen Klostermauern“ (erneut grandios gesungen von Dietmar Ziegler) hin zu den Hits wie „Wehrlos“ (Weckerlin / Edenborn), „Einsames Gewand“ (Weckerlin) und „Zum Ruhme der Familie“ (Standop, Pagani). Sozusagen neu im Programm: eine kraftvolle Reprise von „Parasit der Macht“ als Quintett (Weckerlin, Edenborn,. Dam, Standop, Pagani).
Tickets gibt es ab 15,90 Euro in den Geschäftsstellen unserer Zeitung (Fulda: Peterstor 18, montags bis freitags 8.30 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 14 Uhr; Frankfurter Straße 8, montags bis freitags 8.30 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 13 Uhr. Hünfeld: Fuldaer Berg 46: montags bis freitags 9 bis 18 Uhr. Schlüchtern: Obertorstraße 39-41, Mo bis Fr 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr).
Leser-Kommentare ( 2 )
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Merker (95) | 6. July 2012;06.07.2012;1341589694 --> 06 Juli 2012
Ohne ein Live-Orchester
ist man in Fulda mit anderen Musicalhäusern überhaupt nicht konkurrenzfähig! Playback-Begleitung ist trivial!
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fulda900 (766) | 6. July 2012;06.07.2012;1341593140 --> 06 Juli 2012
Stark hinkender Vergleich
Das ist mal wieder typisch, Luxus fordern zu Diskountpreisen. Für dieses Musical bekommen Sie Karten ab € 15,90, wie soll damit ein Live-Orchester engagiert werden?
Auch frage ich mich, wieso im letzten Jahr ohne Live-Orchester alle Vorstellungen fast ausverkauft waren, Gott sei Dank wissen viele Besucher das gute Preis-Leistungsverhältnis zu würdigen.


