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30. Mai 2012



Clubhaus der Hells Angels in Berlin wird geräumt

dpa

Berlin (dpa)
Nach dem Verbot der Hells Angels Berlin City durch die Senatsinnenverwaltung laufen die Polizeimaßnahmen im Vereinshaus in Berlin-Reinickendorf weiter. Bis zum Mittwochmittag soll das Inventar des Clubhauses in der Residenzstraße sichergestellt werden.

Mit einer neuen Razzia in Berlin verstärkt die Polizei den Druck auf die gewalttätige Rockerszene in Deutschland. Der Berliner Senat verbot die einflussreichste Hauptstadt-Gruppe der Hells Angels.

Dies betreffe auch einige Motorräder, sagte ein Polizeisprecher. Rund 50 Beamte hatten bereits am späten Dienstagabend mit der Sicherstellung begonnen, nachdem der für Mittwochmorgen geplante Einsatz vorzeitig verraten worden war. Den im Vereinshaus anwesenden Mitgliedern war die Verbotsverfügung mitgeteilt worden. Eine Zwischenbilanz des Einsatzes soll es im Laufe des Mittwochs geben.

Das Verbotsverfahren war in Berlin bereits seit längerer Zeit geprüft worden. Nachdem es ein Gericht bestätigt hatte, unterzeichnete Innensenator Frank Henkel (CDU) vergangene Woche die Verbotsverfügung und veranlasste den Polizeieinsatz.

Ob und wie Informationen über geplante Razzien und Verbote möglicherweise nach außen gedrungen sein könnten, wird von der Polizei geprüft. Sollten sich dazu Hinweise verdichten, werde intern wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen und der Strafvereitelung im Amt ermittelt.

Zuletzt gab es auch in Norddeutschland großangelegte Aktionen gegen die Rocker. Rund 1200 Beamte durchsuchten in Kiel, Hannover und Hamburg Bordelle, Kneipen und Wohnungen. In der Nähe von Bottrop in Nordrhein-Westfalen war am Dienstag ein Mitglied der mit den Hells Angels konkurrierenden Bandidos erschossen worden.


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