Fulda +28°/+14°C
> >     
Social Plugins können Daten übertragen (siehe Datenschutzbestimmungen)
20. September 2009



Orgelnacht bot ein großes Klangerlebnis

FULDA Zum fünften Mal fand in der Christuskirche die Fuldaer Orgelnacht statt. Dabei beschränkte sich der musikalische Genuss nicht nur auf die Königin der Instrumente.

Nachdem die Bläser des Posaunenchores der evangelischen Gesamtgemeinde unter Leitung von Joachim Enders das rund dreistündige Programm eröffnet hatten, erklang zunächst aber die Orgel. Der Organisator Christian Mellin stimmte auf dem Spieltisch François Couperins „Messe pour Les Paroisses“ in ihrer klanglichen Vielfalt an.
Bezirkskantor Mellin hatte ein Novum angekündigt: die ökumenische Zusammenarbeit. Und die stimmte im Zusammenspiel mit seinem katholischen Kollegen, Regionalkantor Ulrich Moormann, bei Joseph Haydns Konzert für Orgel und Orchester in C-Dur hervorragend.
Den zweiten Teil des Konzertes leitete das Kammerorchester der Jugend unter Moormanns Leitung mit den majestätischen Klängen aus Händels Feuerwerkmusik ein. Dramatisch begann dann der erste Satz aus der Sinfonie Nr. 1 d-moll für Orgel und Orchester, in dem die Kammermusiker von Christian Seidler begleitet wurden. In ruhigeren Klängen griffen sie im zweiten Satz das Orgelthema, gespielt von Christian Orth, auf, bevor sie erneut mit Seidler im Finale den Kirchenraum mit kräftigen Fanfarenklängen erfüllten. Bei solchen blieb dann auch das Blechbläserquartett, das von Moormann am Manual unterstützt wurde.
Ein besonderes musikalisches Erlebnis brachte im dritten Teil das Ensemble Saxofonquadrat zu Gehör. Die vier Berliner Saxofonisten spannten einen Bogen von alter über barocke bis zu zeitgenössischer Musik. Dabei spielten sie mit der Musik, erfüllten das Kirchenschiff in einem eindrucksvollen Surround-Sound. Und ähnlich wie einen Ball spielten sie sich quer durch die Zuhörerreihen immer wieder gegenseitig die Töne zu.

Von Andreas Ungermann



Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden