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30. März 2011



Neues Programm von Wolf & Bleuel: „Es wird direkter und ehrlicher“

Fulda
Es gibt Künstler, die verharren aus Angst vor Veränderungen immer auf einer Stelle. Und es gibt Wolf & Bleuel. Die beiden Künstler aus der Region haben ein neues Programm am Start, das am Freitag, 1. April, Premiere im Fuldaer Schlosstheater feiert.

Und der Abend ist schon seit längerem restlos ausverkauft. Ebenso der Auftritt am 12. April im Kulturkeller in Fulda. Dabei kennt noch niemand die Inhalte von „Zuckerscharf“. Niemand außer Wolf, Bleuel und ihrem Regisseur Peter Gestwa. Und der verrät schon jetzt: „Es wird wieder mal eine Metamorphose geben.“

Sehr viel mehr ist den drei Herren beim Gespräch mit unserer Zeitung nicht zu entlocken. Logisch – die Show soll ja eine Überraschung werden. Doch ein paar Infos lassen sie dann doch aus dem Sack. So handele es sich diesmal um eine richtige Bühnenstory. „Wir kommen weg vom reinen Nummernprogramm“, erklärt Wolf, der im richtigen Leben Wolfgang Mihm heißt. Regisseur Gestwa ergänzt: „Es wird drei Geschichten geben; je eine persönliche Geschichtenebene und eine, die beide zusammen betrifft.“

TERMINE
27. Mai: Neuhof-Hauswurz (Mehrzweckhalle)
3. Juni: Eichenzell-Rothemann (Bürgerzentrum)
11. Juni: Gersfeld (Bürgersaal)
18. Juni: Lauterbach (Adolf-Spieß-Halle)
10. September: Fulda-Johannesberg (Vereinszentrum)
17. September: Neuhof (Gemeindezentrum)
8. Oktober: Hünfeld-Nüst (DGH)
16. Oktober: Hilders (Ulsterhalle)

www.wolf-bleuel.de
Die Liebhaber des Rhöner Dialekts seien an dieser Stelle beruhigt: Franz Habersack wird auch weiterhin in allerschönster Mundart verkünden, was ihm auf dem Herzen liegt. Und apropos beruhigen – Wolf & Bleuel sind tatsächlich ein bisschen zappelig, weil sie im Schlosstheater starten. „Kleinkunst auf der großen Bühne – das ist eine echte Herausforderung“, sagt Wolf, und (Michael) Bleuel nickt zustimmend. „Wir wissen auch noch nicht, an welchen Stellen gelacht wird; und überhaupt wird im Laufe der Arbeit alles immer unlustiger.“ Tatsächlich plagen die Zweckgemeinschaft für angewandte Unterhaltung – wie sie sich selbst nennen – typische Selbstzweifel, die sich vor jeder Premiere einschleichen. Doch im Gegensatz zu anderen Künstlern trauen sie sich, etwas Neues anzupacken. Dazu gehört der Verzicht auf Playback. „Wir versuchen, musikalisch alles selbst zu erzeugen“, sagt Wolf und rührt in seinem Kaffeebecher. „Es wird direkter und ehrlicher.“ – „Und auch handwerklicher“, ergänzt Gestwa.

Seit anderthalb Jahren arbeiten Wolf & Bleuel nun an „Zuckerscharf“. Eigentlich sollte das Programm ursprünglich „Alles außer ordentlich“ heißen. Doch um Weihnachten herum taufte das Duo sein Baby nochmal um. „Den Zucker gibt es wirklich, die Schärfe ist metaphorisch“, verrät der Regisseur. „Und das Konzept haben wir drei Mal umgeworfen“, erzählt Wolf. Doch so schwurbelig es die beiden darstellen, so sicher kann man sein, dass Wolf & Bleuel am Freitag ihre Fans nicht enttäuschen werden. „Es ist immer ein Risiko, etwas Neues zu probieren“, meint Bleuel, und Wolf ergänzt augenzwinkernd: „Einfach kann jeder.“


Von unserem Redaktionsmitglied
Anne Baun



Leser-Kommentare ( 2 )
  • enairam (2) | 6. April 2011;06.04.2011;1302087420 --> 06 April 2011
    Enttäuschung kommt von Täuschung

    1. Die meisten Comedians reihen Witze aneinander und nennen das Programm. W&B haben mehr Inhalt als den meisten Unterhaltungschefs lieb wäre. 2. Wer alle 3 Zeilen einen Lacher braucht, um einen Abend unterhaltsam zu finden, muss zu anderen Komikern gehen. 3. Das "Zusammengezimmerte" war Absicht. Das Äußere spiegelt sehr gut die Beziehung der zwei, die Teil des Programminhalts war, ebenso wie sämtliche Facetten des Themas "Essen". Dass das nicht jedem schmeckt, ist klar. Wäre aber auch schlimm!

  • spitzer (45) | 3. April 2011;03.04.2011;1301844323 --> 03 April 2011
    Leider etwas enttäuschend :-(

    Künstlerisch und schauspielerisch war die Darbietung sehr gut und soll hier nicht schlecht geredet werden. Vom Inhalt her war es doch sehr enttäuschend. Besonders die erste Hälfte war sehr arm an guten Lachern. Ich/wir hatten mehr erwartet. Bekloppt war unter anderem das vorgegaukelt wird Wolf hätte vor zwei Monaten aufgehört zu rauchen. Gewisse Szenerien wirkten schon sehr Lieblos und zusammengezimmert. SCHADE!!