NightWash in Fulda: Laut gelacht ist halb gewonnen
Fulda
Erneut hat der Fuldaer S-Club einen NightWash-Abend veranstaltet: Drei Comedians mit unterschiedlichem Bekanntheitsgrad und ein Moderator haben dabei für Stimmung und jede Menge Lacher gesorgt.
Achim Knorr gibt dabei den ewigen Rebell – allerdings in Zimmerlautstärke, wie er selbst sein Programm tituliert. Denn mit der Rebellion ist das so eine Sache: Es gibt vieles, was davon ablenkt. Und das Ziel, ein Rockstar zu werden, lässt sich nur mit viel Konzentration und Stringenz erreichen. Hat nur halb geklappt: Jetzt steht Knorr jetzt bei NightWash auf der Bühne, erzählt von seiner Jugend zwischen Punk und New Wave und greift nur zwischendurch zur E-Gitarre. Aber immerhin, die Hälfte ist geschafft.
Serhat Doğan hat sein Visum in Deutschland nur deshalb erhalten, weil er sich als Comedian verpflichtet hat. So erzählt der Türke zumindest selbst gerne. Und er nimmt diese Aufgabe ernst: Zuletzt war er fester Bestandteil der letzten Staffel von „Rent a Pocher“, ohne die die deutsche Unterhaltungsindustrie beträchtlich ärmer wäre, und ist mit seinem Programm „Danke, Deutschland“ unterwegs, um die Menschen zu beglücken. Dabei betrachtet er mit staunenden Augen die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und der Türkei, von Fangesängen im Fußballstadion über Friedfertigkeit bis hin zur essentiellen Zerissenheit zwischen Kebab und Käsekuchen.
Dritter im Bunde der NightWash-Bruderschaft in Fulda ist Christian Schiffer. Der nutzt vor allem sein Talent zur Stimmimitation, um kuriose Situationen herbeizuführen: So beginnt Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki plötzlich zu rappen, während Bushido aus seiner aktuellen Biographie zitiert und Lukas Podolski von seiner selbst geschriebenen „Autobiologie“ berichtet. Mit diesem Programm hat Schiffer es immerhin schon in den Bonner Kleinkunsttempel Pantheon geschafft, wo er zusammen mit Dave Davis und Markus Barth auftreten durfe.
fzo
Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden



