Paddy Kelly stellt im Radom sein Projekt „Art Peace“ vor
Von Lisa Krause
Wasserkuppe
Jahrelang sang Paddy Kelly in der weltberühmten Band The Kelly Family und tourte durch die ganze Welt. Im Radom auf der Wasserkuppe stellte er am vergangenen Freitagabend sein neues Projekt „Art Peace“ vor und zeigte eine neue Leidenschaft von sich: die Malerei.
Jeans, heller Rollkragenpullover, dazu eine schwarze Lederjacke – Paddy Kelly hat sich wahrlich verändert. Die Zeiten der langen Haare sind vorbei. Paddy Kelly ist erwachsener geworden. Letztes Jahr kam er mit neuen Songs zurück auf die Bühne. Mit der Malerei zeigt Paddy nun eine andere Seite von sich. „Die Musik allein reicht einfach nicht aus, um meine Gefühle auszudrücken. Das Malen bietet nochmal einen zusätzlichen Weg, das zu zeigen, was ich fühle und erlebt habe“, erklärt der 35-jährige Sänger.
Am vergangenen Freitagabend gab Paddy Kelly beides zum Besten. Er präsentierte einige seiner neuen Songs, erzählte aus seinem Leben und bot Einblicke in die Malerei. Viele seiner entstandenen Bilder sind willkürlich. Ohne Thema oder Plan. Bei manch anderen wiederum hat sich Paddy Gedanken gemacht. Wie etwa bei dem Bild mit dem Namen „Fat Man Dancing“. Zu sehen ist auf einem weißen Hintergrund ein recht einfach gezeichnetes Männchen, das sehr dick ist und damit fast den gesamten Platz auf dem Papier beansprucht.
Paddy erklärt seine Intuition folgendermaßen: „Ich sehe mich in diesem Mann. Ich bin zwar nicht kräftig oder gar fett, aber ich trage eine große Last auf meinen Schultern mit herum“, erläutert der aus Irland Stammende. Seine Werke ähneln sich alle stark, haben jedoch ihren ganz eigenen Stil. Es sind verschiedenste Karikaturen zu finden, meist in bunten Farben. Die Technik reicht von Filzstiften bis hin zum Pinsel.
Die Malerei ist für ihn ein Weg, seinen inneren Frieden zu finden. Dabei denkt er jedoch nicht nur an sich selbst. Paddy Kelly möchte ein Zeichen setzen. Ein Zeichen des Friedens. Daher hat er ganz bewusst die außergewöhnliche Location, das Radom auf der Wasserkuppe, gewählt.
Früher war die Anlage eine militärische Abhöranlage und Ausbildungsstätte für junge Soldaten – perfekt also, um Jahre später eine Veranstaltung der Musik, der Kunst und des Friedens zu geben.
Seine Malerei, seine Stimme und sein Projekt „Art Peace“ sind zu seiner Lebensphilosophie geworden. Als Botschafter von Caritas möchte er einen Beitrag für den Frieden anderer leisten und mit seiner Stimme und der Kunst helfen.
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