Bedingungen für direkte Nahost-Friedensgespräche
dpa
Jerusalem/Gaza/Kairo (dpa)
Der ägyptische Präsident Husni Mubarak und der israelische Staatspräsident Schimon Peres haben über die Bedingungen für die Aufnahme direkter Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern gesprochen.
Nach Angaben der staatlichen ägyptischen Nachrichtenagentur MENA sprachen die beiden Staatsoberhäupter auch über die Rolle der USA bei der Suche nach Frieden auf der Basis einer Zwei-Staaten-Lösung. Die USA, die bei den indirekten Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern als Vermittler auftreten, hatten in den vergangenen Tagen den Druck auf Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erhöht. Sie wollen unbedingt, dass er und seine Regierung direkte Verhandlungen mit Israel führen. Abbas hat dafür bislang zwei Bedingungen genannt: Israel stellt den Bau neuer jüdischer Siedlungen in den besetzten Gebieten ein und bekennt sich zur Gründung eines Palästinenserstaates in den Grenzen von 1967.
Abbas wird in seiner Haltung von mehreren arabischen Staaten unterstützt. Denn diese befürchten, dass die Regierung von Benjamin Netanjahu endlos verhandeln will, nur um gegenüber den USA und den Europäern den Eindruck zu erwecken, sie sei zu einer Einigung nach dem Prinzip Land-gegen-Frieden bereit.
Der syrische Präsident Baschar al-Assad erklärte derweil, er sehe eine wachsende Gefahr, dass es bald zu einem neuen Krieg in der Region kommt. «Die Aussichten auf Krieg und Konfrontation wachsen im Moment», zitierte ihn die regierungsamtliche syrische Presse. Für Syrien ist die Rückgabe der 1967 von Israel besetzten Golan-Höhen Voraussetzung für einen Friedensschluss.

