Russische Schockanrufe: 10.000 Euro ergaunert
FZ
Alsfeld
Vier Betrugsstraftaten, begangen durch Schockanrufe in russischer Sprache, sind am Freitagnachmittag bei der Polizei in Alsfeld angezeigt worden. Eine Straftat wurde vollendet, indem ein Opfer 10.000 Euro an eine männliche Person aushändigte.
Den weiteren Angaben der Polizei zufolge kam es zuvor um 14.02 Uhr im Bereich der Polizeistation Schwalmstadt zu einer ähnlichen versuchten Tat. Bei den Opfern handelte es sich um Personen über 50 Jahren mit russichem Migrationshintergrund. Sie wurden von einer russisch sprechenden Person telefonisch kontaktiert. Diese teilte ihnen mit, dass es zu einem traumatischen Ereignis (Unfall oder Unglücksfall) gekommen sei, dem ein naher Verwandter des Geschädigten zum Opfer gefallen war.
Zur Bewältigung dieses Ereignisses wären hohe Geldsummen erforderlich. Das Opfer wurde aufgefordert, diese Summe an eine Person, die das Opfer kurz danach aufsuchen wird, auszuhändigen. Bei der Telefonnummer handelte es sich um eine Nummer mit litauischer Länderkennung.
Der Abholer des Geldes wird wie folgt beschrieben: männlich, circa 20 bis 22 Jahre alt, schlank, etwa 1,80 Meter groß, kurze, helle Haare. Er trug ein rötliches T-Shirt mit Aufschrift "USA" an der linken Brust und führte rucksackähnliches Handgepäck mit. Der Mann fuhr mit einem Taxi vor.
Das Opfer, das die 10.000 Euro an den beschriebenen Täter aushändigte, erlitt bei der Anzeigenerstattung einen Kollaps und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.





