25 Jahre S & S Werkzeugbau GmbH
Von Sigi Stock
Schlitz
Bereits vor 27 Jahren, am 1. Oktober 1985, wurde S & S Werkzeugbau GmbH von Heinz Starch und Walter Susemichel gegründet. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Betrieb zu einem modernen, mittelständigen Unternehmen, zu einem Unternehmen, die das Rückgrat der Wirtschaft bilden.
Was damals in gemieteten Räumen im Grund begann, wurde 2000 in der heutigen Betriebstätte „An der Berleburg“, vergrößert bzw. erweitert. 2011 wurde noch eine zusätzliche Werkshalle zur Erweiterung angebaut. Damals hatte das Unternehmen 15 Mitarbeiter. Heute arbeiten 37 Mitarbeiter bei S & S, darunter auch fünf Azubis, fast alle aus dem Schlitzerland. Dazu kommen noch einige Aushilfen. Auf die Ausbildung der jungen Leute wird/wurde stets größten Wert gelegt. Rund 40 junge Leute wurden im Laufe der Jahre ausgebildet. Am 1. Januar 1986 wurde der erste Lehrling – René Preisendörfer – eingestellt. Er ist noch heute dem Betrieb zugehörig. S & S hat engagierte, leistungsbereite Mitarbeiter, die hochqualifiziert sind und zu ihrem Betrieb stehen. Im Unternehmen arbeitet, neben Firmengründer Heinz Starch, auch Sohn Harald seit 14 Jahren mit, davon seit 10 Jahren in der Geschäftsleitung.
Bei S & S Werkzeugbau handelt es sich um ein typisches Familienunternehmen. Diese Familienunternehmen sind durch die Einheit von Eigentum, Leitung, Haftung und Risiko gekennzeichnet. Hier geht es um die Einheit von wirtschaftlicher Existenz und Führung sowie die verantwortliche Mitwirkung der Unternehmensführung an allen unternehmenspolitisch relevanten Entscheidungen.
S & S Werkzeugbau ist ein Unternehmen, das Spritzgießformen für anspruchsvolle technische Teile herstellt. Die Werkzeuge werden für den Automobilbau, die Medizintechnik und viele weitere Branchen gefertigt. Moderne, leistungsfähige Maschinen, vor allem hohe Kompetenz bei der Planung und Fertigung, ermöglichen den Mitarbeitern, flexibel und zuverlässig die Wünsche der Kunden zu realisieren. Die gefertigten Werkzeuge können bis zu drei Tonnen wiegen und produzieren bei ihren Empfängern Millionen von Teilen. Rund 100 Werkzeuge dieser Art verlassen pro Jahr die Firma. Zu den Kunden gehören rund 15 mittelständische Unternehmen im Umkreis von rd. 150 Kilometern. Für ein Unternehmen gibt es nichts Besseres als Kundentreue und Kundenbindung. Bei S & S drückt sich dieses dadurch aus, dass der erste Kunde des Unternehmens noch heute der beste Kunde ist.
Das 25-jährige Betriebsjubiläum wurde am Wochenende, Freitag und Samstag, gebührend begangen. Dazu waren am Freitag neben den Firmenmitarbeitern mit ihren Angehörigen, natürlich auch alle Ehemaligen sowie Geschäftskunden, Lieferanten, Freunde, zu einem Empfang geladen. Unter den weiteren Gästen auch Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer sowie der Erste Stadtrat Norbert Schäfer. Die passende musikalische Umrahmung des Nachmittages, im Oktoberfestflair, oblag der Tanzkapelle „Silverbirds“.
Geschäftsführer Heinz Starch ging in seiner Begrüßungsrede noch einmal auf die Anfänge der Firma S & S Werkzeugbau ein. Angefangen von der Gründung vor 27 Jahren, den Fahrdienst von Elke Susemichel und Anneliese Starch, den ersten Lehrling. Man erlernte, was Liefertermine bedeuten, auf Grund der guten Auftragslage wurde die Mitarbeiterzahl nach und nach erhöht, dadurch waren wiederum neue Strukturen erforderlich. Heinz Starch dankte allen Kunden für das gewährte Vertrauen. Es sei das Anliegen der Firma, dieses auch weiterhin zu erhalten, davon hänge auch der Fortbestand des Betriebes ab. Gattin Anneliese erhielt Dankesworte für ihre tatkräftige Unterstützung in all den Jahren, den Mitarbeitern dankte er für die Vorbereitung der Jubiläumsfeier.
Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer legte in seinen Gratulationsworten geschichtliche und sportliche Ereignisse dem Gründungsdatum 1. Oktober 1985 zu Grunde. Dazu überbrachte er die Grüße und Glückwünsche des Magistrates der Stadt Schlitz zur Jubiläumsfeier und natürlich zum eigentlichen Ereignis, dem 25-jährigen Jubiläum von S & S Werkzeugbau. Der Erfolg des Unternehmens, so Schäfer, liege in der Qualität der Produkte, der Liefertreue, der Zuverlässigkeit, in dem ständigen Innovationsprozess sowie den engagierten Mitarbeitern. Der eigentliche Erfolg sei aber noch etwas tiefschichtiger. Es war der seinerzeitige Entschluss in die Selbständigkeit zu gehen und unternehmerisch tätig zu sein.
Dazu benötige man Menschen wie Heinz Starch, die selbstbewusst ihren Weg gehen, des Weiteren Unternehmerpersönlichkeiten wie ihn, die mit Weitblick und Beharrlichkeit ein Ziel verfolgen. Vor diesen Personen, die so zielgerichtet ihren Weg gehen, habe er die allergrößte Achtung. Trotzdem gehe nichts von alleine. Dazu bedarf es ein hohes Fachwissen, Zähigkeit, Fleiß und Einsatz.
In diesen 25 Jahren wurde so manches Wochenende durchgearbeitet, hat es für Heinz Starch bestimmt so manche schlaflose Nacht gegeben. Heinz Starch habe in dieser Zeit, so Bürgermeister Schäfer in seinen Ausführungen weiter, aber auch nicht die Welt um sich herum vergessen. Er habe sich als Ortsvorsteher für seinen Heimatort Unter-Wegfurth eingesetzt, sich in der Feuerwehr engagiert und auch sonst gesellschaftlich Verantwortung übernommen. Der Feuerwehr ist Heinz Starch auch heute noch sehr verbunden.
Der Betrieb wurde als Partner der Feuerwehr ausgezeichnet. Die Stadt Schlitz sei sehr froh und stolz, ein so gut aufgestelltes Unternehmen zu haben. Man wünsche dem Unternehmen alles Gute – gute Umsätze, gute Gewinne, zufriedene Kunden, dem Betrieb verbundene Beschäftigte, stets gute innovative Ideen, und auch das Quäntchen Glück, was man im Leben braucht, sollte dabei sein.
Geschäftführer Harald Starch in seiner Willkommensrede: Über 25 Jahre arbeiten wir im Netzwerk als wirtschaftliche und menschliche Gemeinschaft zusammen, das ist für uns alle ein Grund zu feiern. Die „harten“ Faktoren der Wirtschaft „Geld und Zeit“ beschäftigen alle täglich: die Kunden wollen eine preisgünstige Ware möglichst schnell. Die Angestellten erstreben einen guten Lohn und möchten trotzdem Freizeit und Urlaub mit ihren Familien genießen. Lieferanten freuen sich über gute Auftragsbedingungen und rasche Zahlung. Jeder Tag vermittelt der Unternehmer die „Geld und Zeit“-Konflikte. Alle möchten möglichst viel „Zeit und Geld“ aus der Zusammenarbeit erhalten. Wird nur dieses Ziel verfolgt, leiden die Beziehungen.
Harald Starch sprach weiter von dem Krisenjahr 2009, den Boomjahren 2011 und 2012 und guter Beziehungsarbeit. Diese leiste man, wenn es darum geht technische und organisatorische Entwicklungen und Anforderungen der Kunden zu begleiten. Von den guten Beziehungen zwischen Unternehmen und Mitarbeiter: man verbringe mehr Zeit mit der Arbeit als mit der Familie. Man gehe respektvoll mit den Stärken und Schwächen (Fehlern) der Kollegen um, man helfe sich gegenseitig und erreiche so ein „gutes Betriebsklima“. Es kam und kommt auch vor, dass so mancher Familienvater an Samstagen zu S & S Werkzeugbau gehört(e). An dieser Stelle dankte Harald Starch ausdrücklich den Mitarbeitern für ihre Leistungsbereitschaft, den Ehegattinnen/ Partnerinnen und Kindern für deren Verständnis. Was werde nun die Zukunft an „Zeit und Geld“ bringen? Aufschwung oder Abschwung? Was bringt die Zukunft für die menschliche Arbeitsgemeinschaft? Verunsicherung der Märkte oder Zuversicht? Ganz sicher wisse man: Man werde weiter die guten Beziehungen pflegen und ein gutes Gefühl bei der Arbeit haben!
Fertigungsleiter Lars Hofmann beendete den Gratulantenreigen. Im Namen der Belegschaft dankte er Heinz Starch für diese Erfolgsgeschichte, die 1985 begann. Er zitierte dazu Henry Fords folgende Worte: „Erfolg bestehe darin, das man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind“. Diese Aussage passe perfekt zu Heinz Starch. Er, und später gemeinsam mit Sohn Harald, habe immer den „richtigen Draht“ zu den Kunden gefunden, um durch innovative Lösungen stets genügend Aufträge zu erhalten. Mit dieser beständigen Auslastung konnte das Unternehmen zusammen mit den Mitarbeitern sich zu dem entwickeln was es heute ist: Ein erfolgreicher, flexibler und innovativer Mittelständischer Formenbau! Als Zeichen des Dankes überreichte Lars Hofmann im Namen der Belegschaft den beiden Gründern Heinz Starch und Walter Susemichel ein Präsent.
Mit leckeren bayrischen Spezialitäten vom Landgasthaus „Jägerhof“ aus Maar, dazu Hits und Ohrwürmer von den „Silverbirds“, verbrachten die geladenen Gäste eine gelungene Jubiläumsfeier.
Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden





