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29. September 2012



AvH-Schule ins „buddY-Programm“ aufgenommen

Von Alfred Hahner

Lauterbach
Am Dienstag überreichte die Projektleiterin und zugleich Bildungsreferentin Hessen, Susanne Vogel-Kugelstadt der Alexander-von Humboldt-Schule ein kreisrundes Schild, dass das Gymnasium als aktives Mitglied im „buddY-Programm“ ausweist.

In Anwesenheit von Fachbereichsleiter Joachim Gerking, Fachlehrer Karsten Krämer, den Pädagogen Sabine Hausen und Donald Stitz sowie der Schüler Lukas und Alina Hausmann (Maar) und Elisabeth Benscheck (Lauterbach), stellte Susanne Vogel-Kugelstadt zunächst das buddY-Programm vor, das in das Landesprogramm Hessen seit Juni 2012 eingebettet ist. Das Programm richtet sich an weiterführende Schule und wurde nach einer Rahmenvereinbarung des Kooperationsvertrags zwischen dem Hessischen Kultusministerium und dem buddY e.V. in 2006  eingeführt. 

2009 begann die Aufbauphase, ergänzt durch weiter Fortbildungsangebote des buddY e.V. In 2010 wurde die bestehende Kooperation zwischen dem Hessischen Kultuskministerium  und buddY e.V. um weitere Schulen erweitert und in diesem Jahr erfasst die Kooperation auch die Grundschulen. Zurzeit nehmen am den Projekt 144 weiterführende Schulen, darunter das AvH teil und 6 Grundschulen sind in Ausbildung. 

Die Zahl der teilnehmenden Lehrkräfte, die so genannten buddY-Coaches, gab Susanne Vogel-Kugelstadt mit 750 an . Weit über 4000 Schüler mit über 300 buddY Projekten beteiligen sich . In den 13 Staatlichen Schulämterm gibt es zur Zeitr 24 Prozessmoderatoren. Ziel des buddY Programms ist es, das Schule nicht nur reine Wissensvermittlung leistet, sondern eine zentral Einrichtung für den Erwerb zukunftsrelevanter Handlungs-Kompetenz ist, die die Schüler zum Leben brauchen.

Unter dem Motto: „Aufeinander achten - Füreinander da sein. Miteinander lernen“ stehen die Schüler mit ihren Talenten und Potentialen  im Mittelpunkt. Schüler übernehmen Verantwortung für ihren Lern- und Lebensort Schule und sind an der Gestaltung von Schule und Unterricht beteiligt. In Projekten übernehmen Schüler als BuddYs Hilfen bei den Hausaufgaben, sind als Lern- oder Pausen-Buddy  und übernehmen so Verantwortung für sich und andere. Dabei erwerben sie Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktlösungsfähigkeiten, die ihnen helfen, sich in Gruppen, in der Klasse  und in der Gesellschaft zurechtzufinden.

Dadurch werden Schüler in ihrer Persönlichkeit gestärkt und erfahren sich selbst als wirksam. Das buddY-Programm ist derzeit offizielles Landesprogramm in fünf Bundesländern. Beim buddY-Programm stehen die Schüler im Mittelpunkt und vertraut auf das Potential der Schüler, die gezielt gefördert werden. So wird die Schule vom Lern- zum Lebensort, in dem das Miteinander durch Gleichberechtigung, Partizipation und Verantwortung für- und miteinander geprägt ist. Der buddY e.V. hat seinen Sitz in Düsseldorf, wurde 2006 gegründet. Präsidentin ist Prof. Dr. Rita Süssmuth. Ziel des Vereins ist es, Menschen zu verantwortlichem Handeln und gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen. Initiator und Hauptförderer ist die Vodafone Stiftung Deutschland.

Wir sind durch Zufall auf dieses Programm gestoßen, erklärte Karsten Krämer und es könnte für das AvH passen, denn beim AvH ist uns jeder Schüler wichtig. Und die Schule ist ein Ort gelebter Solidarität mit sozialem Engagement. Zusammen mit Joachim Gerking stellte er den Ist-Zustand dar. Mit 15 Einzelprojekten, die bereits etabliert, in der Entstehung gegriffen oder angedacht sind.  Die 15 Einzelprojekte sind in eine Gesamtkonzept eingebunden als Schaffung eines neuen pädagogischen Schwerpunktes. Dadurch Schaffung eines Bewusstseins für die Bedeutung  von sozialem Engagement durch Verankerung im Schulprogramm und Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit. Krämer stellte dann die 15 Projekte vor, darunter Sucht- und Drogenprävention, Streitschlichter, Hausaufgabenhilfe in der Reinickendorf-Schule, AWO-Besuchsdienst, Verkehrserziehung, Schulsanitätsdienst und Umweltschutz.

Als Vision beschrieb Gerking, dass die Schüler  sich bewusst werden, dass sie als Gymnasialschüler priviligiert sind und gerne Verantwortung für andere, insbesondere für Schwächere auch außerhalb der Schule übernehmen. Das soziale Miteinander ist geprägt  von gegenseitiger Wertschätzung und Rücksichtnahme. Unter der Vision zwei wird verstanden, dass die Schüler Verantwortung für andere übernehmen, aber auch selbst verantwortlich sind für den eigenen Erfolg.
 Der Erwerb sozialer Kompetenzen soll zur Vorbereitung für das weitere Leben dienen, Gefahren und Risiken erkennen und ihnen begegnen, die eine erfolgreiche Lebensplanung infrage stellen.

Alle Schüler, Eltern und Lehrer sind für die Projekte informiert und sich der Bedeutung bewusst. Ab dem 1. Halbjahr 2012 besteht eine Kooperation mit dem buddY-Programm, und weil wir die gesteckten Ziele erreicht haben gab es für die Schüler schon diverse Auszeichnungen. Die Einzelprojekte und das Gesamtkonzept sind Bestandteil des Schulprogramms und das soziale Engagement der Schüler wird gewürdigt durch Teilnahmezertifikat und Zeugnisbemerkungen. Das jüngste Projekt ist das „Vokabellernen“, bei dem Geld für eine Schule in Afrika gesammelt wird. Und Karsten Krämer stellte fest, es hat sich alles positiv entwickelt.

 Darunter sind Projekte, die nicht mit Geld zu bezahlen sind. Die Schüler berichteten dann über ihre Projekte und durchweg positiven Erfahrungen und stellten ihre Erfahrungen und Aufgaben in einem Video vor, das auch für die Werbung in den Klassen eingesetzt wird. Ein Hinweis galt dem Sanitätsdienst, der auf Initiative einer Lehrerin eingeführt wurden und der weiter mit großem Erfolg weiter existiert. Susanne Vogel-Kugelstadt war von den vorgestellten Projekten überrascht und fand es toll, dass so etwas an einem Gymnasium gelingt und überreichte am Ende Zertifikat und Plakette.


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