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9. Juni 2012



CDU-Fraktion verabschiedete Landrat Marx

Vogelsbergkreis
Landrat Marx wurde am vergangenen Dienstag im Stausee-Restaurant in Antrifttal in harmonischer und teilweise emotional-wehmütiger Atmosphäre aus dem Kreis verabschiedet.

31 Jahre, 2 Monate und 9 Tage war Rudolf Marx Mitglied der CDU-Kreistagsfraktion Vogelsberg; von 1981-1987 als Kreistagsabgeordneter, 1987-1997 als ehrenamtlicher Beigeordneter, 1997-2000 als hauptamtlicher 1. Kreisbeigeordneter und seit 10. Juni 2000 als Landrat. Nach dieser außergewöhnlich langen Zeit der aktivsten kommunalpolitischen Tätigkeit erfolgte am vergangenen Dienstag im Stausee-Restaurant in Antrifttal in harmonischer und teilweise emotional-wehmütiger Atmosphäre die Verabschiedung aus dem Kreis der insgesamt 26-köpfigen Fraktion (Kreistagsabgeordnete und Beigeordnete).

In seiner Abschiedsrede begann Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Heuser mit statistischen Zahlen und ging danach auf die vielfältigen Themen und Bereiche ein, die man in den vergangenen Jahrzehnten gemeinsam bearbeitet habe. Er wies darauf hin, dass Rudolf Marx in den erwähnten verschiedenen Funktion in 31 Jahre an etwa 660-700 Sitzungen der CDU-Kreistagsfraktion teilgenommen hat, in derselben Zeit dürften es etwa 180-190 Sitzungen des Kreistages als Plenum gewesen sein; die Zahl der Fachausschüsse, Kommissionen und sonstigen Gremien könne man nicht mehr zählen. Landrat Marx habe den Vogelsbergkreis in verschiedenen überörtlichen Institutionen und Verbände repräsentiert, so im Zweckverband Oberhessischer Versorgungsbetriebe (ZOV), im Aufsichtsrat der OVAG, im Verwaltungsrat der Sparkasse Oberhessen, im Hessischen Landkreistag sowie dem Landeswohlfahrtsverband Hessen.

Als wichtigste Arbeitsgebiete seien immer wieder die Schulpolitik sowie das Finanzwesen und die Haushaltspolitik zu nennen. In den letzten 15 Jahren seien an allen 38 Schulstandorten im VB-Kreis Sanierungen, Erweiterungen und teils große Neubauten durchgezogen worden. Dr. Heuser erinnerte an die nach jahrzehntelanger Trennung erfolgte Zusammenführung der Gymnasien in Alsfeld und Lauterbach jeweils wieder an einem Standort eine große Leistung. Mit Hilfe der Sonderinvestitionsprogramme des Landes Hessen und der Bundesregierung seien die Schulen allesamt in einen modernen, schüler- und lernfreundlichen Zustand gebracht worden.

Als besondere Schwerpunkte in der Arbeit von Landrat Marx sei die Gründung der Touristik GmbH Region Vogelsberg zu nennen, sowie der von 2004 2007 erfolgte Erweiterungsbau mit Renovierung der Kreisverwaltung in Lauterbach und darüber sei auch der Standort in Alsfeld nicht vergessen worden. Weiter wurde in der Amtszeit die Atemschutzübungsstrecke für die Feuerwehren völlig neu gebaut, die Katastrophenschutz-Leitstelle wurde grundlegend erneuert und technisch ins 21. Jahrhundert gebracht. Dies sind nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden nur die herausragenden Punkte, zu denen noch viele andere Erfolge zu rechnen seien.

CDU-Kreisvorsitzender Ulrich Künz dankte dem scheidenden Landrat, dass er über 30 Jahre immer fest und absolut verlässlich zu der CDU des Vogelsbergkreises gestanden, deren Ziele mit formuliert und die Umsetzung aktiv voran getrieben habe. Man habe bei den Landrats-Direktwahlen in 2000 und 2006 große Erfolge erzielt und auch mehrere Kommunalwahlen seien in der Amtszeit des Landrats für die CDU siegreich verlaufen, hierfür sei ihm die gesamte Kreispartei zu großem Dank verpflichtet. Mit den besten Wünschen für den in wenigen Tagen beginnenden Ruhestand endeten die Reden und die Fraktionsmitglieder gingen zum gemütlichen Teil über, in dem noch lange große und kleine Geschichten aus dem vergangenen 31 Jahren erzählt wurden.

In seiner allerletzten Rede in der CDU-Fraktion ging Landrat Marx nicht mehr auf Einzelheiten der vergangenen Jahre ein. Er dankte ausdrücklich für die große Unterstützung, die er durch die CDU-Fraktion in Kreistag und Kreisausschuss erhalten habe und wenn man in Detailfragen gelegentlich unterschiedlicher Meinung gewesen sei, so sehe er dies als nicht schlimm an. Auch auf höherer Ebene beispielsweise der Bundespolitik – hätten die verantwortlichen Amtsträger nicht immer die volle Unterstützung der Parlamentarier, dies gehöre zur freiheitlichen Demokratie, die nach seiner Erfahrung für die Menschen eindeutig die beste Staatsform sei und die es in Deutschland zu sichern und bewahren gelt.
Abschließend bedankte er sich für die verlässliche Zusammenarbeit und persönliche Freundschaft mit vielen Mandatsträgern und versprach auch im politischen Ruhestand zu den Werten der Christlich-Demokratischen-Union Deutschlands zu stehen, heißt es in einer Pressemitteilung der Vogelsberger CDU.


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