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18. September 2012



Erste Etappe der Jubiläums-Grenzwanderung

Von Sigi Stock

Hemmen
Am Freitagnachmittag trafen sich 25 Wanderer am Dorfgemeinschaftshaus in Hemmen zur 1. Etappe der Jubiläumsgrenzwanderung.

Zu dieser Wanderung entlang der Grenzen der Großgemeinde Schlitz hatte die Stadt Schlitz eingeladen, anlässlich ihres 1200-jährigen Jubiläums. Schlitz ist bekanntlich die drittgrößte Flächengemeinde Hessens, die gesamte Grenze zu 13 Nachbargemeinden ist rund 60 Kilometer lang.

Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer begrüßte die Teilnehmer der Wanderung und freute sich besonders darüber, dass der zuständige Revierleiter von Hessen-Forst, Herr Kleinemenke sich bereit erklärt hatte, die Wanderer zu begleiten. Eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung versorgten die Wanderer noch mit Getränken und Müsliriegeln als Reiseproviant.

Der Aufstieg von Hemmen zur Schilda war nicht ganz einfach. Knapp 200 Höhenmeter galt es zu überwinden. Obwohl es perfektes Wanderwetter gab, kam die Wandergruppe reichlich durchschwitzt am Pfeiffer-Platz am Görzenberg an. Bereits im Höllgrund zeigte sich, dass man auf der exakten Grenze des Schlitzerlandes kaum entlang wandern kann, da diese zugewachsen und zugewuchert und kaum begehbar ist, so dass man auf parallel verlaufende Wege ausweichen musste.

Während die Schlitzerlandgrenze auf der sogenannten alten Straße verläuft, wanderte man auf dem Schilda-Höhenweg, der nur wenige Meter parallel zur Grenze verläuft. Unterwegs erklärte Förster Kleinemenke Bewuchs, Holzeinschläge und die Grundsätze moderner naturnaher Waldbewirtschaftung. Auch auf die ehemaligen vor mehreren Jahrhunderten dagewesenen Ansiedlungen am Görzenberg machte Förster Kleinemenke aufmerksam. Die Reste von drei Brunnen zeugen noch heute von der ehemaligen Siedlung. Herr Kleinemenke konnte sogar anhand des immer grünen Bodenbewuchses nachweisen, dass an diesen Stellen ehemalige menschliche Besiedlungen ansässig waren.

Am Ziegenbusch lief die Wandergruppe entlang der tatsächlichen Grenze hinab ins Breitenbachtal, ganz oben weit über den ehemaligen Untersuchungsstationen des ehemaligen Limnologischen Max-Planck-Instituts hinaus. Vom Breitenbachtal  aus brauchte man wieder viel Luft, um den Anstieg zu bewältigen, um an die Schnellbahntrasse zu gelangen.

Von dort aus führte der Weg dann entlang der Grenze zum Beginn der Rombachtalbrücke und dann hinab zur Landesstraße L3176 zwischen Fraurombach und Michelsrombach.

Nach rund 12,5 Kilometern und dreieinhalb Stunden waren alle Wanderer froh, das Ziel erreicht zu haben. Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer bedankte sich am Ende der 1. Etappe der Grenzwanderung bei Förster Kleinemenke für die sachkundige Führung, der nicht nur den richtigen Weg zeigte, sondern auch allerlei Fachwissen über die Natur und die Waldbewirtschaftung vermittelte. Herr Kleinemenke seinerseits sagte, dass ihm die Wanderung Spaß gemacht habe und begründete Interesse, an weiteren Etappen teilzunehmen.

Eine fleißige Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatten am Zielpunkt wieder für frische Getränke und Müsliriegeln gesorgt und dafür, dass alle Teilnehmer wieder wohlbehalten nach Hause gebracht wurden.

Das war ein toller Auftakt für unsere Jubiläumsgrenzwanderung, erklärte Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer, der selbst viele neue Eindrücke von den Grenzen des Schlitzerlandes mitnahm und sich bereits auf die 2. Etappe freut.     


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