FDP informierte sich über Auswirkungen des Energiegipfels
Vogelsbergkreis
Der FDP-Kreisverband hat zu einer Info- und Diskussionsveranstaltung über Auswirkungen des Energiegipfels in Alsfeld eingeladen. Gast war an diesem Abend der Offenbacher Landtagsabgeordnete Rene Rock der im Ausschuss für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist.
Rock erklärte, dass der Energiegipfel im Nachgang zum Atomunfall von Fukushima auf Initiative von Ministerpräsident Bouffier entstanden sei. „Unsere Energieversorgung wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Neben vielen Entwicklungs- und Wachstumschancen sind damit zugleich auch Herausforderungen verbunden.
Als Liberale wollen wir die Menschen dabei nicht nur mitnehmen, sondern wir wollen sie dafür rüsten, damit sie die Entwicklung selbst aktiv mitgestalten können“ so Rock weiter. Rock holte aus und bedauerte, dass die Industriestaaten das Kyoto-Protokoll nicht verlängert hätten, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz gebe es nur in den Industrieländern, in Entwicklungsländer habe der Klimaschutz leider keine Priorität, daher müssen alle Länder mitwirken, da der Klimawandel nur global zu lösen sei.
Trotzdem will Hessen Vorreiter in Sachen Erneuerbaren Energien sein, zugleich aber auch innovativ. Am Energiegipfel in Hessen waren 37 Verbände und Organisationen beteiligt, als Kernfrage stellt sich für Rock, ob ausreichend erneuerbare Energie produziert werden kann? Rock nannte hierzu ein Beispiel, dass viele Zuhörer im Saal nachdenklich stimmte: 50 Prozent der Windräder in Hessen stehen im Vogelsbergkreis, dies seien etwa aktuell 300 Stück, um das AKW Biblis ersetzen zu können, wären etwa 5000 Windräder notwendig!
Dabei habe man noch nicht berücksichtigt, dass Windräder genau wie Solarenergie nicht Grundlastfähig seien, kein Wind, kein Strom! Hinzu komme noch, dass man die erzeugte Energie (hier der Strom) nicht speichern könne, Pumpkraftwerke sind für Rock nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Bis 2050 sollen in Hessen noch zahlreiche Windparks entstehen. Obwohl immer leistungsstärkere Windräder zum Einsatz kämen sieht Rock die Entwicklung kritisch. Wir können die Energiewirtschaft in Deutschland nicht dauerhaft, ohne jeglichen Maßstab und ohne Grenzen zu Lasten Dritter, subventionieren, zumal gut 80 Prozent der Solarzellen aus China kommen, so Rock.
Das deutsche Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Kurztitel Erneuerbare- Energien-Gesetz, EEG) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert deren Erzeugern feste Einspeisevergütungen, Rock steht dem EEG sehr kritisch gegenüber da 20 Prozent des Strompreises derzeit schon zur Deckelung der Einspeisevergütung Verwendung finden würden.
Das EEG in der jetzigen Fassung sei ungerecht, so Rock, der zugleich auch sozialpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist.
Zukunft habe nach Einschätzung Rocks nur ein Europäisches EEG, das gleiche Preise und gleiche Leistungen vereinen müsse, heißt es in einer Pressemitteilung der Vogelsberger FDP.
Leser-Kommentare ( 1 )
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Stromverbraucher (1) | 24. May 2012;24.05.2012;1337869432 --> 24 Mai 2012
Wenigstens richtig rechnen sollte der "Experte"
Wenn man die erzeugten Strommengen aus Biblis A/B nimmt, wurden dort pro Jahr im Schnitt 14.000 MWh erzeugt.
Ein Windkraft-Anlage wie diese der HSE
(http://www.hse.ag/geschaeftsfelder/erzeugung/windenergie/windpark-haiger.html)
produziert im Jahr 6540 MWh, davon wären dann nach Adam Riese 2140 Anlagen notwendig statt den 5000.
Es ist immer noch eine stattliche Zahl, aber warum dermaßen falsch rechnen und falsch informieren?
Von solchen "Experten" graut mir.





