Fasching: Glänzender Besuch in der Narhalla
Von Sigi Stock
Sandlofs
Passend zum Motto des diesjährigen Hasenballs hatte sich auch das Sandlofser Narrenhaus in einen asiatischen „Tempel“ verwandelt, deren Verantwortliche keine Minute verschenkten, den anwesenden Besuchern Spaß und Freude zu vermitteln.
Andreas und Conny Trabes führten charmant und witzig durch das abendfüllende Programm. Recht seltsame Gestalten, Mitglieder des „Kleintierzuchtvereins Sandlofs e.V.“ köderten die „Hasen“ mit Möhrchen, „Peace“ und „Rastaman“. Zum Überlegen blieb keine Zeit, die neuformierte Schlitzer Garde vom SFC zeigte ihre tänzerische Premiere. Tanzmariechen Steffanie Eggers wirbelte im Anschluss daran über die Bühne. Die kurze Verschnaufpause der Gardemädchen nahm die Abordnung des Schlitzer Fasching-Comitee zum Anlass, dass Hasenvolk in den Griechischen Göttertempel am Samstag, den 4. Februar einzuladen.
Nicht weit hatten es die nächsten Damen, quasi aus der Nachbarschaft. Die Garde aus Michelsrombach brachte mit ihrer Tanzeinlage die Scala des Stimmungsbarometers weiter nach oben. Als Garant für eine super einstudierte Aufführung steht seit Jahren das Männerballett aus Bad Salzschlirf. Auch dieses Mal wurde man nicht enttäuscht, besonders das Damenvolk zeigte es mit seiner überschwappenden Begeisterung. Als gestandene „Fire Fighter“ löschten sie das Feuer.
Mit dem nächsten Part wurde die bereits schon sehr technisch versierte Gesellschaft noch einen Schritt weiter in die Zukunft mitgenommen. „Josie“ der erste interaktive Geldautomat wurde als Prototyp vorgestellt. Auch nicht ganz frei von Tücken, oh „Josie“. Kerstin Pflanz und Christa Horst strapazierten hier die Lachmuskeln. Pause, weit gefehlt, im Saal suchte derweil weiteres ankommendes Volk einen der Stehplätze zu ergattern. Akrobatisch ging es im nächsten Programmpunkt zu. „Manege frei, für die Hutzdorfer Narretei“, Hutzdorfs Zirkusdirektor Andreas Feick samt Zirkusmaus Birgit lud mit den „No Limits“ in die dortige Arena ein. Sandlofs Nachwuchs ist bestens präpariert und hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Narretei gemausert.
Für ihr „Strumpfhosenballett“ erhielt das „Wilde Häufchen“ tosenden Applaus. Schwächeln war bei dem vollen Programm nicht vorgesehen, die graziösen langen Beine von „The Next Generation“ aus Hartershausen ließen dazu auch keine Zeit. Auch Sandlofs eigener Tanznachwuchs, die „Dancing Divas“ unter der Regie von Nina Arnold, ist Garant für beste Unterhaltung. Zurück in eine andere Epoche gingen „Midnight Roses“. Sie entführten das Volk in der Zeit der höfischen Maskenbälle. Dazu passend auch die gewählte Korsage. Sehr sexy, pure Erotik, aber auf keinen Fall anrüchig, eintauchend in die Welt des Glamours, präsentierten sich im goldigen Kostüm die „Bad Girls“ aus Burghaun. Bei dieser brillanten Bühnenshow, genannt auch „Burlesque“, sie erinnerte an das große Varietètheater „Moulin Rouge“, bekam die Herrenwelt reihenweise glänzende Augen und Atemprobleme.
Wer da dachte, man wäre bereits beim Höhepunkt des Programms angelangt, lag falsch, es ging noch besser. Seit 25 Jahren existiert das Männerballett aus Rothenkirchen und sorgt hier mit ihren Männern für super Unterhaltung. Die Herren präsentierten die schönsten Auszüge aus ihrem Programm. Ob als Cowboys, als heißblütiger Spanier, Mexikaner oder Beduinen, Käpten Hook und seine Crew, es war einfach ein Genuss. Das Volk stand auf den Bänken und war nicht mehr einzufangen.
Nach diesem Wahnsinn hatten es die Damen der TVK- Garde nicht gerade einfach, sich auf den Stimmungswogen in diesem Tollhaus zu behaupten. Quecks Obernarr Rudi Happel kam mit höchsten Sicherheitsvorkehrungen, den Sicherheitsdamen der Vollzugsanstalt samt den „Hot Angels“ im Schlepptau. Der Schluss unter das Programm des Sandlofser Hasenballs setzte wie immer der „Wilde Haufen“. Bei „Kung fu Fighting“ bebten noch die Bretter des ehrwürdigen Dorfgemeinschafshauses, noch einmal geriet die Damenwelt schier in Verzückung. Mit einem Dankeschön an alle fleißigen Hände hinter und vor der Bühne, ging der Abend nahtlos in das Sandlofser Nachtleben über.
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