Festwochenende zum 1200-jährigen Jubiläum
Von Hans-Peter-Saurwein
Schlitz
Das Festwochenende zum 1200-jährigen Jubiläum bietet eine Fülle verschiedener Veranstaltungen. Wir möchten ihnen in den letzten zwei Wochen vor dem Fest die einzelnen Veranstaltungen und deren Organisatoren genauer vorstellen.
Waren es im Jahre 1712 nur wenige Meter vom barocken Schloss des Grafen von Schlitz bis zu seinen arbeitenden Untertanen im gegenüber liegenden Hofgut Hallenburg, so trennt auch im Jubiläumsjahr nur ein Weg im Schlosspark die barocke Welt rund um Schloss Hallenburg von der landwirtschaftlichen Ausstellung, die direkt angrenzt. Friedrich Hedtrich und Volker Krömmelbein haben sich bereit erklärt, diesen Teil der Festveranstaltung zu organisieren. Thematisch passt das. Die Landwirtschaft hat das Schlitzerland geprägt. Kaum einer, der früher nicht neben seinem „normalen“ Beruf noch einige Äckerchen bewirtschaftete und Vieh hielt.
„Wir wollen ein breites Spektrum an landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen zeigen. Pflüge, Miststreuer, Heuwender, Mäh- und Dreschmaschinen und viele landwirtschaftliche Kleingeräte werden das sein. Wie man mit diesen Dingen früher gearbeitet hat, wird in einer Vielzahl von Vorführungen gezeigt. Wir beginnen am Sonntag um 11 Uhr im vorderen Teil des Schlossparks“, erzählt Friedrich Hedtrich. „Alleine die Interessengemeinschaft „Ahle Bulldogge“ wird mit rund fünfzig alten Traktoren aus Angersbach, Landenhausen, Stockhausen und Reuters anrücken“, ergänzt Volker Krömmelbein.“ Aus Rudingshain rollt eine alte Kartoffeldämpfmaschine an, die auch in Betrieb sein wird“. Auf dieses Spektakel freuen sich schon Marianne Eifert und Sylvia Warschburger von den Schlitzerländer Landfrauen. „Die Kartoffeln, die in der Maschine gegart werden, werden von uns als Pellkartoffeln verkauft. Dazu gibt es „Schlitzerländer Schnupp“ mit Kräutern oder eine Quarkcreme mit Lachs“, erläutern die beiden Landfrauen das Vorhaben ihres Vereins. „Ab 11 Uhr kann man sich an unserem Stand stärken“.
An der barocken Tafel hinter dem Schloss Hallenburg der üppige „Schlossteller“ des Adels, vorn am Weg das Essen, welches früher fast täglich (natürlich ohne Lachs) auf jedem bäuerlichen Küchentisch im Schlitzerland stand. „Das wird aber keine reine Ausstellung von Geräten“, ergänzt Friedrich Hedtrich. „Da kommt der Sascha Kogel mit seinen Schafen und zeigt, wie die Schafschur von Hand vonstatten geht. Der Klaus Lessig aus Unter-Wegfurth wird mit seinen Kaltblüter-Pferden kommen. Diese „Schwergewichte“ spannt er vor ein Mähwerk und wird im vorderen Teil des Schlossparks eine Wiese mähen“.
Lessigs Kaltblüter sind aber nicht die einzigen Pferde. Es werden auch mehrere Kutschen – darunter eine Postkutsche – im Schlosspark sein, die Rundfahrten durch Schlitz anbieten. Wer selbst aktiv tätig werden will, kann sich in die Zeit der Chatten zurück versetzen. Als die noch das Schlitzerland besiedelten, jagten sie mit Pfeil und Bogen. Genau das kann man im hinteren Teil des Schlossparks üben. Zwischen Schloss und Mühlgraben der Hallenmühle wird Dirk Forberich und sein Team vom Hochseilgarten Schlitz einen Bogen-Schießstand aufbauen, an dem jeder ab ca. 8 Jahren sein Glück und Können mit diesem Sportgerät unter Beweis stellen kann.
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