Für eine bessere Wasserqualität im „Schlitzer Land“
sigi
Schlitz
Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer und Erster Stadtrat Norbert Schäfer unterzeichneten am Montag in der Schlitzer Stadtverwaltung die Vertragsverlängerung für ein Beratungsprojekt zum Grundwasserschutz.
Danach übernimmt die Stadt Schlitz auch im kommenden Jahr die gewässerschutzorientierte Beratung der Landwirtschaft im „Schlitzer Land“. Die mit 69.000 Euro veranschlagten Kosten werden vom Land Hessen getragen.
„Die bisherigen Projekterfahrungen zeigen, dass der eingeschlagene Weg, Beratungsleistungen wie Düngeempfehlungen und begleitende Leistungen wie Wirtschaftsdüngeruntersuchungen, auf dem Prinzip der Freiwilligkeit anzubieten, erfolgreich ist“, sagte Witteck. Bisher seien 14 Betriebe, die die landwirtschaftliche Struktur gut repräsentieren, und 125 Flächen zur Beobachtung des Gehaltes an verfügbarem mineralisierten Stickstoff festgelegt worden. Außerdem liefen verschiedene Flächenversuche, wie der Zwischenfruchtanbau in Reihen- und Gemengesaat oder eine Flächenbegrünung mit Ramtell vor einer Winterung. In diese Versuche würden die Landwirte direkt einbezogen, damit sie die Erfahrungen in der eigenen Bewirtschaftung umsetzen können. Landwirt Carsten Schmidt berichtete über seine bisherigen Projekterfahrungen.
Landwirte direkt einbezogen
Im August 2011 hatte das Regierungspräsidium der Stadt zunächst bis 2012 die Aufgabe übertragen, die Landwirte der „Schlitzer“ Gemarkungen mit rund 4500 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche zu beraten, um eine Reduzierung des Stickstoffeintrags in das Grundwasser und eine Verminderung des Phosphoreintrags durch Erosion in die Oberflächengewässer zu erreichen. Alle Flächenbewirtschafter im Maßnahmengebiet, die sich dem Gewässerschutz verpflichtet fühlen, sind weiterhin eingeladen, sich in das Gesamtprojekt einzubringen.
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