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6. April 2011



Gesprächsrunde zu Auswirkungen der Konjunkturprogramme

Rimbach
Welchen Beitrag die Konjunkturprogramme von Bund und Land zur Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise gerade im Handwerk und für das Land Hessen im Allgemeinen und den Vogelsbergkreis im Besonderen, geleistet haben, war am Montagmorgen Thema einer hochkarätigen Gesprächsrunde.

Da an der konkreten Umsetzung der Konjunkturprogramme im Vogelsbergkreis auch die Firma August Gluck, GmbH & Co. KG, als ein mittelständisches Bauunternehmen beteiligt war, trafen sich die Gesprächsteilnehmer mit der Unternehmerfamilie in deren neuem Bürogebäude in Rimbach.

Unter anderem nahmen an dem hochinteressanten Gespräch der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp, der Landrat des Vogelsbergkreises, Rudolf Marx, Kreishandwerksmeister Herbert Betz und Geschäftsführer Erwin Mönnig sowie Kammergeschäftsführer Dr. Martin Pott und Vertreter der heimischen Medien teil. Wie diese Beteiligung sich gestaltet hat und welche Erfahrungen das Unternehmen, aber auch die kommunalen Entscheidungsträger gesammelt haben, konnte in angenehmer Atmosphäre erörtert werden. Zunächst nutzten Anita Gluck-Schaub und Dieter Schaub sowie Sohn Andreas und Tochter Alexandra die Gelegenheit, ihr Unternehmen per Präsentationsstreifen und dann sich jeweils persönlich vorzustellen. Dabei wurde deutlich, dass das Unternehmen in allen Bereichen des Bauhandwerks mit großer Erfahrung bis weit über die heimische Region hinaus tätig ist und alle Familienmitglieder über eine Ausbildung im Bauhandwerk vom Lehrling bis hin zu Diplom-Ingenieuren verfügen und dass ihnen, neben der beruflichen Qualifikation der eigenen Mitarbeiter, der Fortbestand des Berufsstandes genauso am Herzen liegt, wie sie bereit sind, sich für die Gemeinschaft einzusetzen und sie auch zu unterstützen. Berufliche Engagements des Unternehmerehepaars verlangen es sogar, hin und wieder zu wichtigen Treffen bis in die Bundeshauptstadt zu reisen.

Keine Konjunkturdelle zu erwarten

Landrat Marx unterstrich in seinem Gesprächsbeitrag, dass er, als ihn das Einladungsschreiben zu dieser Gesprächsrunde erreicht habe, genau gewusst habe, wo sie stattfinden müsse. Es helfe nicht viel weiter, wenn man Gedanken mit einer Unternehmensführung austauschen wolle, die beim Planen und Organisieren nur über geringe Erfahrungen verfüge. Mit der Firma Gluck habe man bisher auf vielen Ebenen zusammengearbeitet und nur positive Erkenntnisse, auch was das Preisgefüge angehe, sammeln können. Zu den Konjunkturprogrammen sagte er, dass der Vogelsbergkreis dafür hervorragend aufgestellt gewesen sei und dass ihm 27 Millionen zur Vorbereitung und Ausführung zugeflossen seien, von denen 80 Prozent im Vogelsbergkreis eingesetzt und etwa zwei Millionen von dem Unternehmen Gluck bei diesbezüglichen Maßnahmen umgesetzt worden seien.

Handwerkskammerpräsident Klaus Repp bestätigte die Aussagen des Landrats und lobte das Engagement des
Vogelsbergkreises bei der Umsetzung der Programme ebenso wie die Arbeit der Firma Gluck auf diesem Gebiet. Er ging auf die Vergabekriterien ein, bei denen vor allem darauf geachtet worden sei, die Schwarzarbeit einzudämmen und Konjunktureinbrüche zu vermeiden. In Hessen seien insgesamt etwa 2,6 Milliarden Euro während der Umsetzung der Konjunkturprogramme eingesetzt worden.

Kreishandwerksmeister Herbert Metz fasste sich in seinen Worten kurz, da ja schon alles gesagt worden sei. Er lobte das gute Miteinander mit seinem Vorstandskollegen Dieter Schaub und das große Engagement für den Berufsstand des Bauhandwerks des Unternehmerehepaars aus Rimbach, wobei die Initiativen des Lehrbauhofes und neuerdings ein Ausbildungs-Pilotprojekt besondere Früchte trügen. Wie Dieter Schaub dazu erläuterte, gebe es bereits Kontakte zur Vogelsberger Beratungsgesellschaft und zu einigen Schulen in der Region, um die jungen Generationen für den Berufsstand des Bauhandwerks gewinnen zu können. In dem Gedankenaustausch, der bei einem von den Unternehmern gereichten, schmackhaften Imbiss stattfand, war man sich sicher, dass es nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme keine nennenswerte Konjunkturdelle geben werde, zumal es sich deutlich abzeichne, dass auch hier der private Konsum bezüglich Sanierung und Verbesserung der eigenen Immobilien, verstärkt einsetzen werde oder bereits eingesetzt habe. Was alleine künftige Investitionen im Bereich der etwa 40 schulischen Einrichtungen des Vogelsbergkreises angehe, werde es noch sehr viele Aufgaben zu lösen geben.


Von unserem Mitarbeiter
Hans Schmidt



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