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2. Februar 2012



Hanns Michael Diening beim FDP-Neujahrsempfang geehrt

Von Alfred Hahner

Vogelsbergkreis
Eingebettet in den Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbandes Vogelsberg war die Ehrung von Schuldezernent Hanns Michael Diening für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der FDP, die der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des FDP-Bezirksverbandes Mittelhessen, Wolfgang Greilich, vornahm.

Greilich stellte fest, der Geehrte habe die kommunalpolitische Arbeit im Vogelsberg geprägt. Gleichzeitig gratulierte er Hanns Michael Diening zur Vollendung seines 70. Lebensjahres. Schon 1961 gehörte Diening beim Studium in Mainz den Jungdemokraten an. Er erinnerte an die legendären Hoherodskopffeste der FDP, an denen auch der Geehrte beteiligt war. Seit 1962 lebt er in Homberg/Ohm, wo er den FDP-Ortsverband Homberg gründete und seit 1970 dessen Vorsitzender ist. Diening gehörte fünfmal dem Kreistag an, wurde einmal abgewählt und ging dann in den Schuldienst zurück. Wieder im Kreistag, begleitet er dort zurzeit das Amt des ehrenamtlichen Schuldezernenten.
Diening verkörpere 50 Jahre liberale Arbeit, wofür ihm die gesamte FDP dankbar ist.

Greilich übermittelte auch die Grüße und Glückwünsche des FDP-Landersvorsitzenden Jörg-Uwe Hahn. Diening dankte für die hohe Ehrung. Seit seinem Eintritt bei den Jungliberalen habe es in seiner politischen Arbeit Höhen und Tiefen gegeben, dennoch bliebe die FDP seine politische Heimat und die Partei habe ihn geprägt. „Ich war und bin Gesamtschulpolitiker“, bekannte Diening. Im ländlichen Raum gebe es noch Defizite, und die Chancen für den Einzelnen müssten verbessert und die Unterschiede in der Bildung dürfen nicht zu groß werden. Zu Beginn hatte Kreisvorsitzender Dr. Bernd Stumpf die Gäste begrüßt.

Er ging kurz auf die Finanzprobleme und die Katastrophe von Fukushima ein, die sich sogar bei den Kommunalwahlen im Vogelsberg auswirkte: „Die weltweite Finanzkrise ist vor allem der Überschuldung der Staaten zuzuschreiben.“
Auf Bundesebene mache die FDP kein gutes Bild und in der Presse finde ein regelrechtes „Niedermachen“ der Liberalen statt. Auf den Kreis eingehend stellte er eine schwierige Lage vor allem mit Landrat Marx fest, dem er Versagen in der angedachten Krankenhausfusion vorwarf. Steffen Saebisch, Staatsekretär im Hessischen Verkehrsministerium, stellte fest, dass es für die FDP nicht einfach sei, aus der Talsohle herauszukommen. „Es gab Fehler – vor allem in Berlin“, aber die FDP habe nicht alles falsch gemacht und ihr Ansehen sei besser als die allgemeine Stimmung. „Das Läuten des Sterbeglöckleins wird nicht stattfinden“, ist der Staatssekretär überzeugt.

Die wirtschaftliche Lage stelle sich überaus positiv dar und deshalb sei es wichtig, dass ein Liberaler Wirtschaftsminister sei. Saebisch trat nachdrücklich für die wirtschaftliche Entwicklung im politischen Raum ein und verwies auf die Entwicklung in Baden-Württemberg, wo zum Beispiel keine Straßen mehr gebaut würden. Das sei in Hessen anders, wo der Straßenbau und der Ausbau der A 49 ganz vorne auf der Agenda stünden. Eine wichtige Rolle spielten dabei auch die Ortsumgehungen. Beim Thema Internet und Breitband gebe es in Hessen eine Grundversorgung. Auch auf die Energiewende ging er ein und stellte fest, dass der Ausbau eines Hochleistungsnetzes dringend vorangebracht werden müsse. „Wir halten Kurs, und wichtig ist, dass die Richtung stimmt“, stellte er abschließend fest.



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