Jusos fordern Reform des Schulsystems
Vogelsbergkreis
Vor wenigen Tagen wurde die zweite JAKO-O- Bildungsstudie veröffentlicht. In ihr wurden bundesweit 3000 Eltern gebeten, die aktuelle Bildungspolitik zu beurteilen.
„60 % der Eltern fordern ein längeres gemeinsames Lernen, 70 % sprechen sich für mehr Ganztagsschulen aus und 80 % lehnen die Schulzeitverkürzung G8 ab. Dies alles ist ein deutlicher Beleg dafür, das neben den Schülerinnen und Schülern auch die Eltern mit dem bestehenden Schulsystem zutiefst unzufrieden sind“, erklärte der Vorsitzende der Vogelsberger Jusos, Patrick Krug. Auch sei es ein Ergebnis der Studie, dass mehr als die Hälfte der befragten Eltern das Schulsystem als ungerecht beurteilen und sich mehr Chancengleichheit für ihre Kinder wünschen würden. Auffällig sei zudem, dass in Hessen fast 90 % der Eltern die Schulzeitverkürzung G8 ablehnten. Dies sei der bundesweite Spitzenwert.
„Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass die Kritik der Eltern- und Schülervertretungen und der Lehrerverbände richtig war. Anstatt hierauf zu reagieren halten CDU und FDP in Hessen aber an ihren ideologischen Vorstellungen fest und beschäftigen sich lieber mit der Schaffung eines neuen Landesschulamts und hochbezahlter Spitzenjobs“, ergänzte die Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sarah Schlitt. Anstatt hier eine neue Mammutbehörde zu schaffen, sei es aus Sicht des SPD-Nachwuchses dringend an der Zeit über eine umfassende Schulreform mit den Betroffenen zu diskutieren. Eine solch große Ablehnung der aktuellen Zustände an den Schulen könne man nicht einfach wegdiskutieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Vogelsberger Jusos.
„Wenn die hessische FDP mit Kultusministerin Beer und ihrem bildungspolitischen Sprecher Mario Döweling nun zu Beginn des Schuljahres damit wirbt, dass an den hessischen Schulen alles in Ordnung sei und das es die FDP sei, die Bildung gestalte, ist dies angesichts der Realität blanker Hohn. Was dieses Land braucht ist eine umfassende Schulreform, welche die einzelnen Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellt. Wir brauchen ein längeres gemeinsames Lernen über das vierte Schuljahr hinaus, wir brauchen mehr echte Ganztagsschulen und wir brauchen eine Rücknahme der vollkommen gescheiterten Schulzeitverkürzung G8“, unterstrich Schlitt die zentralen Forderungen der Jusos. Dies alles dürfe den Schulen jedoch nicht wie im bisherigen Stil der Landesregierung von oben auf diktiert werden, sondern müsse mit Schülern, Eltern und Lehrern gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden. Nur so könne eine größtmögliche Akzeptanz für die notwendigen Reformschritte geschaffen werden.
„CDU und FDP haben mit ihrer Politik des Aussitzens und Ignorierens von Problemen in der hessischen Bildungspolitik auf ganzer Linie versagt. Außer dem Aufbau von zusätzlicher Bürokratie fehlt es an jeglichen Ideen für die Zukunft der hessischen Schulen. Es wird Zeit, dass eine Regierung die hessische Bildungspolitik gestalteie von Bildung auch etwas versteht“, erlärte Krug abschließend.
Leser-Kommentare ( 1 )
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Aufpasser (685) | 10. September 2012;10.09.2012;1347292663 --> 10 September 2012
Liebe Eltern,
einfach mal nachdenken. Es gibt eine PArtei, die genau das alles durchsetzen will, warum wählen sie dann immer PArteien, die das Gegenteil von dem tun, was sie selbst für richtig halten?





